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Geldern
Windpocken im alten Finanzamt

Fotos: Wo Flüchtlinge wohnen können
Fotos: Wo Flüchtlinge wohnen können FOTO: dpa, rwe jai
Geldern. In der Notunterkunft für Flüchtlinge im alten Finanzamt am Mühlenturm gehen Windpocken um. Einige Kinder seien erkrankt, sagte Achim Ingenillem von der Stadt Geldern. Die Fälle seien vor Weihnachten aufgetreten.

Daraufhin stoppte das Gesundheitsamt alle Transfers von Schutzsuchenden: Es werden keine Menschen aus dem Haus auf andere Gemeinden oder Zentrale Unterbringungseinrichtungen verteilt, umgekehrt dürfen auch keine Neuankömmlinge mehr aufgenommen werden. Das ist beim Auftreten von Windpocken in den Einrichtungen die übliche Vorgehensweise der Behörden. Der Stand der Belegung im alten Finanzamt stagniert nun derzeit bei gut 200 Menschen, rund 50 Plätze sind frei. Insgesamt bietet das Haus Platz für 260 Personen.

Die Atmosphäre in der Einrichtung sei gut, über die Weihnachtsfeiertage habe dort "Ruhe und Frieden" geherrscht, sagt Achim Ingenillem. "In den letzten zwei Wochen gab es überhaupt keine Vorkommnisse." Und davor sei zuletzt lediglich mal eine Person wegen Trunkenheit aufgefallen. Ingenillem meint insgesamt: "Es läuft richtig gut."

Dass Flüchtlingsunterkünfte wegen des Auftretens von Windpocken keine Menschen mehr aufnehmen können, hat bundesweit schon zu größeren logistischen Problemen geführt. Schließlich müssen die Neuankömmlinge irgendwohin verteilt werden. Wenn Heime für Wochen nicht mehr dafür infrage kommen, werden andere entsprechend überfüllt. Es kam sogar schon vor, dass Flüchtlinge die Nacht wegen Überfüllung der Herbergen im Freien verbringen mussten.

(szf)
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