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Goch
Infoabend zum "Windpark Kranenburg"

Goch: Infoabend zum "Windpark Kranenburg"
Die CDU Hassum-Hommersum hatte in die Gaststätte Evers eingeladen. FOTO: GOTTFRIED EVERS
Goch. In Hommersum kamen Interessierte auf Einladung des CDU-Ortsverbandes zusammen, um Details über den geplanten "Windpark Kranenburg" zu erfahren. Zwei Referenten trugen rund 30 Zuhörern Argumente vor. Von Per Feldberg

Einmal im Jahr lädt der CDU-Ortsverband Hassum-Hommersum seine Mitglieder und alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung zu aktuellen Themen in der Region ein. In diesem Jahr stand der "Windpark Kranenburg" auf der Agenda.

"Wir haben im Vorfeld des Informationsabends sowohl mit den Befürwortern als auch mit den Gegnern über eine Teilnahme heute Abend gesprochen. Am Ende haben wir uns gegen eine Podiumsdiskussion entschieden, bei der sich die Parteien nur ihre Argumente zuwerfen. Erst einmal wollten wir grundsätzliche Informationen zum Thema Windkraft und natürlich auch zu den Planungen im Reichswald vermitteln", erläuterte Gastgeber Clemens Spronk in seiner Funktion als Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Hassum-Hommersum vor der Veranstaltung. "Auch wir wären von dieser Anlage mit zwölf Windrädern betroffen. Schon heute ist die bereits installierte Windmess-Anlage gut zu sehen. Allerdings wissen zahlreiche Bürger gar nicht, um was es sich da eigentlich handelt", so der Ortsverbandsvorsitzende. Deshalb hatte Spronk dann gleich zwei Referenten für diesen Informationsabend gewinnen können. Zum einen Josefa Liebrand, die sich als "Waldhüterin" bereits einen Namen gemacht hat. Zum anderen Jeroen Boot von der deutsch-niederländischen Bürgerinitiative "Gegenwind im Reichswald".

Und das Thema traf auf Interesse. Rund 30 Zuhörer folgten der Einladung in den Saal der Gaststätte Evers in Hommersum, um sich informieren zu lassen. "Ich verstehe nicht, warum eine Windkraftanlage mit solchen, wie ja anscheinend geplanten Ausmaßen mitten in den Wald gebaut werden soll und nicht auf einer Brachfläche oder entlang der Autobahn. Deshalb möchte ich mich hier informieren", erklärte ein Teilnehmer der Veranstaltung seine Beweggründe. Und er war damit nicht allein. Schon vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung begann ein reger Meinungsaustausch unter den Teilnehmern.

Dann ergriff Jeroen Boot das Wort. Das Mitglied der Bürgerinitiative "Gegenwind im Reichswald" stellte von vorherein klar, dass er gebeten worden sei, die Informationen so neutral wie möglich zu präsentieren. Doch auch den Standpunkt seiner Bewegung wollte er verdeutlichen.

Anhand zahlreicher Schaubilder folgte ein ausgedehnter Vortrag, der nichts an Informationen zu wünschen übrig ließ. Nach rund zwei Stunden lebhaften Meinungsaustausches beendete Clemens Spronk dann die Veranstaltung und zog auch ein persönliches Fazit: "Mit der Resonanz und dem Verlauf bin ich sehr zufrieden. Natürlich waren einige Argumentationsketten schon tendenziell eingefärbt aber ich denke, das war eine rundum gelungene Informationsveranstaltung für uns alle hier."

Quelle: RP
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