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Goch
Sie wollen Kinderaugen leuchten lassen

Goch: Sie wollen Kinderaugen leuchten lassen
Ingrid Stermann (4.v.r.) freut sich über die Unterstützung durch die Sponsoren und die fünf Kommunen. FOTO: Seybert
Goch. Neunte Weihnachtsaktion des Vereins "Engel gibt es überall". Die Bürgermeister von Geldern, Kevelaer, Goch, Kerken und Wachtendonk sind als Schirmherren dabei. Firma Walther als neuer Hauptsponsor. Spenden in Voba-Filialen. Von Michael Klatt

Was schlimm für Eltern ist? "Sie müssen leiden, wenn sie ihren Kindern sagen müssen: Ich habe nichts für Dich", sagt Ingrid Stermann. Gerade, wenn die Kleinen erwartungsvoll zum Gabentisch unterm Weihnachtsbaum blicken, sei der Jammer groß. Glückliche Eltern und leuchtende Kinderaugen, das möchte die Kamp-Lintforterin mit dem von ihr geleiteten Förderverein "Engel gibt es überall" möglich machen. Zum neunten Mal startet die Aktion, die bedürftigen Familien in der Region Geschenke zukommen lässt.

Was als Ein-Frau-Unternehmen begann, kann sich jetzt auf eine Schar von Helfern stützen. "Rund 30 Ehrenamtliche sind mittlerweile tätig", berichtete bei der Vorstellung der diesjährigen Kampagne Lutz Stermann, der 2. Vorsitzende des Vereins. Dankbar sind die Stermanns dafür, dass die Volksbank an der Niers als Partner wieder dabei ist und mit der Firma Walther Faltsysteme aus Kevelaer ein neuer Hauptsponsor gefunden wurde. "In dem Verein und seiner seriösen Arbeit steckt viel Herzblut", attestiert Geschäftsführer Thomas Wiederer, der durch seine Frau auf die Aktivitäten aufmerksam wurde. Die Firma will unter anderem Räume und Manpower zur Verfügung stellen - und Verpackungen. In 21 Geschäftsstellen der Volksbank an der Niers werden Plastikboxen aufgestellt, in die Wunschzettel geworfen werden können, sowie Sparschweine namens "Esperanza" für Geldspenden.

Um unverschuldet in Not geratene Familien ausfindig zu machen, dafür setzt der Verein auch auf die Hilfe aller. "Jeder sollte sich in der Nachbarschaft nach ,stillen Armen' umhören und danach ausschauen", bittet Ingrid Stermann. Denn sie weiß, wie hoch die Schamgrenze in solchen Fällen ist. Fingerzeige erwartet sie auch durch die Bürgermeister von Geldern, Kevelaer, Goch, Kerken und Wachtendonk, die als Schirmherren in diesem Jahr eingestiegen sind. Kerkens Bürgermeister Dirk Möcking und Gochs stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Theissen wiesen auf die beschränkten Hilfsmöglichkeiten für Kommunen hin.

"Deshalb unterstützen wir dieses Projekt sehr gerne", so Theissen. "Die Hilfe kommt an", betonte Johann-Peter van Ballegooy, der bei der Vorstellung der Aktion die Marienstadt vertrat. Gelderns Rathaus-Chef Sven Kaiser stellte in Aussicht, dass sich der Kontakt zwischen Schenkern und Empfängern über das Jugend- und Sozialamt herstellen lasse.

Am Montag, 7. November, startet die Aktion. Die Geschenke, 500 sollen es werden, kauft Ingrid Stermann persönlich. Verpackt werden die Präsente an den Montagen 21. November und 12. Dezember ab 10 Uhr bei der Firma Walther am Hoogeweg 136 in Kevelaer. Dafür stehen schon Packer und Fahrer bereit. "Ich kann ein bisschen durchatmen", freut sich die Initiatorin, der Volksbank-Vorstand Wilfried Bosch aus Erfahrung gerne bestätigte, dass es beim Packen viel Spaß gebe. Zwischen dem 15. und 18. Dezember liefern die Fahrer, sechs derzeit, die Päckchen aus. "Wir überreichen den Eltern die Präsente, damit sie diese ihren Kindern als ,ihre' Geschenke geben können", erklärt Stermann. Das ist nicht unbedingt Spielzeug, das kann auch ganz Alltägliches sein. Auf jeden Fall ist die ganze Sache hoch emotional. "Das geht wirklich nahe", sagt Bosch.

Wer weitere Informationen benötigt oder einen Wunschzettel anfordern will, kann das per E-Mail an ingrid.stermann@engelgibtesueberall.de.

Quelle: RP
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