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Grevenbroich
40 Ehrenamtler helfen beim Ferienspaß

Grevenbroich. Bei der Freizeitaktion im Jugendzentrum GOT übernehmen viele derjenigen die Betreuung, die früher selbst ihre Ferien dort verbracht haben. In den ersten drei Ferienwochen sind rund 110 Kinder im Treff. Die Nachfrage reißt nicht ab. Von Christian Kandzorra

Sie toben, spielen, basteln und tanzen: Im Jugendzentrum GOT (die Abkürzung steht für "Ganz Offene Türe") an St. Josef in der Grevenbroicher Südstadt ist in den ersten drei Wochen der Sommerferien mächtig was los. Rund 110 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren verbringen dort ihre Freizeit. Das sind deutlich weniger als in den vergangenen Jahren, jedoch war die Kapazitätsgrenze 2016 schneller erreicht, weil aufgrund eines Trägerwechsels keine Kooperation mit dem gegenüberliegenden Offenen Ganztag zustande gekommen ist.

Die Nachfrage war jedoch auch in den vergangenen Monaten sehr groß. "Wir hatten uns eigentlich eine Grenze von 100 Kindern gesetzt. Die haben wir schon leicht überschritten", sagt Vanessa Mier. Auffällig sei der pädagogischen Fachkraft zufolge in diesem Jahr die hohe Zahl an jungen Ehrenamtlern im Alter zwischen 13 und 17 Jahren, die sich in der Betreuung der jüngeren Kinder engagieren - und das, obwohl sie eigentlich selbst Ferien haben.

So sind in den ersten drei Wochen der Sommerferien jeden Tag von 10 bis 16 Uhr rund 40 Ehrenamtler zusätzlich zu den hauptamtlichen Kräften in der GOT im Einsatz. Sie bauen auf, helfen bei der Essensausgabe, betreuen Kinder, basteln oder spielen Fußball mit ihnen. "Mir macht die Arbeit mit den Kindern großen Spaß", erzählt Simon Esser. Der 17-Jährige kommt schon seit zehn Jahren in die Einrichtung. "Langweilig wird es hier nie. Ich habe früher selbst gerne am Ferienspaß teilgenommen", sagt der Südstädter.

Interessant: Die Kleinen sind in diesem Jahr nicht so "quengelig", wie etwa im Sommer 2015. "Die Kinder sind alle sehr entspannt und beschäftigen sich oft lange Zeit mit einer Sache - zum Beispiel in der Bastelecke oder auf der Hüpfburg", berichtet Vanessa Mier. Das Angebot des Jugendzentrums soll in erster Linie auch Kindern aus finanziell schwächer aufgestellten Familien schöne Ferientage ermöglichen. "Einige Kinder kommen auch zu uns, wenn ihre Eltern arbeiten müssen", sagt GOT-Leiter Christoph Bongers. Auf dem Programm stehen jedoch nicht nur Aktivitäten auf dem Gelände des Jugendzentrums, sondern auch Ausflüge in eine Fußball-Halle, in ein Labyrinth, auf eine Minigolf-Anlage und eine RWE-Tagebaurundfahrt. "Für den letzten Tag haben wir ein Abschlussfest mit allen Kindern und deren Eltern geplant", verrät Bongers. Für den Ferienspaß habe der Rotary-Club Grevenbroich im Vorfeld übrigens großzügig gespendet.

Quelle: NGZ
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