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Grevenbroich
Aktiv für das Kulturerbe St. Martin

Grevenbroich. Initiatoren des Antrags hoffen auf mehr Resonanz von Organisatoren auch in Grevenbroich.

In wenigen Wochen ziehen wieder St.-Martins-Züge durch die Dörfer, und vielleicht bekommt der schöne Brauch bald einen besonderen Stellenwert: Die Martins-Tradition soll Unesco-Kulturerbe werden. Auch Grevenbroicher unterstützen die Initiative.

Initiatoren der Aktion sind René Bongartz aus Brüggen und Jeya Caniceus aus Kempen. Beide hoffen auf mehr Resonanz aus Grevenbroich. Organisatoren in den Orten sollen einen Fragebogen ausfüllen, mit dem Informationen über die jeweilige St. Martins-Tradition gesammelt werden. Gefragt wird zum Beispiel, ob St. Martin als Bischof oder Soldat oder als beides dargestellt wird und welche Lieder gesungen werden. Zudem können Ansprechpartner vor Ort angegeben werden.

Bei einer Versammlung von rund 70 Martinsvereinen und Komitees in Brüggen-Bracht, bei der auch der Entwurf für den Kulturerbe-Antrag vorgestellt wurde, waren laut Bongartz Vertreter aus Kapellen, Neurath und aus mehreren anderen Kommunen im Kreis gekommen. Mit dabei war Raimund Röhricht, Vorsitzender des St. Martinskomitees Kapellen/Erft. "Es ist eine gute Sache diese Tradition zu schützen", wirbt Röhricht für die Kulturerbe-Idee. In Bracht kamen bereits 79 ausgefüllte Fragebögen zusammen, doch auf einer St.-Martins-Karte fürs Rheinland gibt es in Grevenbroich und Umfeld viele weiße Flecken, die noch gefüllt werden sollen. Infos und Fragebogen sind im Netz via www.martinstradition.de zu finden. Die Seite soll zur Informationsplattform für St.-Martins ausgebaut werden. In Kürze wollen Bongartz und Caniceus den Antrag an die NRW-Koordinationsstelle für das immaterielle Kulturerbe schicken.

Eine Kommission prüft, ob der Brauch zunächst Kulturerbe auf Landesebene wird. "Die Tradition ist bei uns quasi in jedem Weiler zu finden, erreicht alle - in unterschieldichen Generationen, Religionen und Kulturen", sagt René Bongartz. Ziel sei, Kulturerbe auch auf Bundesebene zu werden, dafür ist ein weiteres Auswahlverfahren nötig.

(cso-)
 
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