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Grevenbroich
Café "Kultus" wird Ort für Hilfesuchende

Grevenbroich: Café "Kultus" wird Ort für Hilfesuchende
Planen im Café Kultus einen zentralen Lotsenpunkt für Hilfesuchende: Cordula Bohle und Jürgen Weidemann (r.) vom Caritasverband sowie die Diakone André Kleinen (l.) und Manfred Jansen. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Die Caritas und die drei Pfarreiengemeinschaften richten in dem Jugendtreff am Grevenbroicher Markt einen zentralen Lotsenpunkt ein. An fünf Tagen in der Woche sollen Hilfesuchende dort einen kompetenten Ansprechpartner finden. Von Wiljo Piel

Das "Kultus" erweitert sein Angebot. Die Räume des Jugendcafés am Markt sollen künftig auch eine Anlaufstelle für Hilfesuchende aller Art werden. Der Caritasverband und die drei Pfarreiengemeinschaften aus dem Stadtgebiet werden dort in den nächsten Wochen einen zentralen Lotsenpunkt errichten, der an fünf Tagen in der Woche geöffnet hat. "Dort werden Alltagshelfer zur Verfügung stehen, die Unterstützung in allen Lebenslagen bieten", sagt Diakon Manfred Jansen (55) vom Pfarrverband Elsbach-Erft. Damit das Projekt ins Rollen kommen kann, werden nun Ehrenamtler gesucht.

Grevenbroich zählt zu 16 Modell-Standorten im Erzbistum Köln, in denen das Projekt "Lotsenpunkte" erprobt wird. In Kapellen, Neuenhausen, Elsen und der Südstadt gibt es bereits solche Anlaufstellen für soziale Fragen; sie sind in der Regel einmal wöchentlich geöffnet. Das Vorhaben im "Kultus" geht einen Schritt weiter: Mitten im Stadtzentrum sollen Hilfesuchende künftig einen kompetenten Ansprechpartner finden - und zwar montags, dienstags, mittwochs, freitags sowie samstags. Und: "Dieses Angebot wird sich nicht nur an Menschen richten, die soziale Fragen haben", erklärt Jürgen Weidemann (50) vom Caritasverband den Unterschied. Grundsätzlich sollen die Alltagshelfer im "Kultus" ein offenes Ohr für alle Probleme haben. "Zum Beispiel für Flüchtlinge, die Schwierigkeiten bei Behördengängen haben. Oder für Verwitwete, die einfach nur mal mit jemandem reden wollen. Auch kleine Handwerksdienste sollen angeboten werden", beschreibt Cordula Bohle (27) von der Caritas.

Das "Kultus" ist nach Meinung der Projektpartner ein idealer Ort für einen solchen Lotsenpunkt: "Es liegt zentral, die Ämter und das Pastoralbüro befinden sich gleich nebenan, so dass Hilfesuchende und Helfer kurze Wege haben", betont Diakon André Kleinen vom Pfarrverband Niedererft. Zudem biete ein Café eine gute Möglichkeit, einfach mal reinzuschauen und die Alltagshelfer anzusprechen. "Durch ein solch niederschwelliges Angebot fällt die Kontaktaufnahme leichter", ist sich Manfred Jansen sicher.

Die Vertreter der Pfarreiengemeinschaften und der Caritas suchen jetzt nach ehrenamtlichen Helfern, die sich in dem neuen Lotsenpunkt für andere einsetzen möchten. "Wir suchen Leute, die Freude an der Begleitung von Hilfesuchenden und die Bereitschaft zum Zuhören haben", sagt Cordula Bohle. Die "Soziallotsen" werden für ihre künftigen Aufgaben ausgebildet und sollen während ihrer Arbeit professionell begleitet werden.

Interessierte können sich ab sofort bei Manfred Jansen (Telefon 0176 31647092) oder André Kleinen (02182 811903) melden. Einen konkreten Starttermin für den neuen zentralen Lotsenpunkt gibt es noch nicht, er soll spätestens zum Beginn der Herbstferien an den Start gehen. Künftig werden die Alltagshelfer dort jeweils montags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr sowie an den übrigen vier Tagen zwischen 10 und 13 Uhr zur Verfügung stehen.

Quelle: NGZ
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