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Grevenbroich
Gedenkstein-Projekt vor Vollendung

Grevenbroich. Erinnerungsstein für Gut Nanderath wird beim Dorf-Wettbewerb präsentiert.

Die Hürden sind genommen, der Gartenbauverein Neurath kann bei der Bereisung für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" am 26. Juni den Gedenkstein für das 2011 abgerissene Gut Nanderath präsentieren. Seit drei Jahren treiben die Neurather das Projekt voran, nun fällt Dieter Volkwein, Vorsitzender des Gartenbauvereins Neurath, ein Stein vom Herzen. Der Steinmetzbetrieb Geuer werde nun den Gedenkstein - ein altes, vom Friedhof stammendes Steinkreuz - an der Ecke Energiestraße/Am Dornbusch aufstellen.

Lange musste der Vorsitzende bangen, dass der Stein rechtzeitig vor dem Besuch der Jury steht. Die Vorbereitungen nahmen lange Zeit in Anspruch: "Die Stadt hat anderthalb Jahre gebraucht, bis die Genehmigung erteilt war", berichtet Dieter Volkwein. "Als wir dann die Genehmigung hatten und die Arbeiten für das Fundament und die Gründung des Pflasters begannen, meldete sich der Landesbetrieb Straßen.NRW. Die Baustelle lag im 25-Meter-Radius der Landesstraße - so dass der Landesbetrieb hätte eingeschaltet werden müssen. Das hat die Stadt wohl versäumt", sagt der Vereinsvorsitzende. Zwar erhielt Volkwein nach dem verhängten Baustopp nach wenigen Stunden grünes Licht für den Weiterbau. Doch dann habe die Firma, die von RWE beauftragt worden sei, keine Zeit mehr gehabt. Die Folge der Verzögerung: "Wir mussten die Pflasterung selbst in Auftrag gegeben, hatten dadurch 750 Euro Kosten". Für die entgangene Leistung habe die Stadt dann den Graben für die Beleuchtungskabel ziehen lassen, der Gedenkstein soll angestrahlt werden. Den Anschluss der Beleuchtung übernimmt laut Volkwein das Versorgungsunternehmen GWG.

Damit hat der Hürdenlauf doch noch ein glückliches Ende gefunden. Nach den Sommerferien will der Gartenbauverein den Stein der Öffentlichkeit vorstellen.

Das aus dem 19. Jahrhundert stammende Gut Nanderath hatte vor sechs Jahren für Aufsehen gesorgt. RWE ließ den verfallenen, aber unter Denkmalschutz stehenden Vierkanthof trotz Protests etwa eines Denkmalschützers abreißen. Das Landesbauministerium akzeptierte die Abrissgenehmigung der Stadt. Erinnerungssteine hatte der Gartenbauverein vorher bereits für Gut Kaulen und Gut Gürath errichtet.

(cso-)
 
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