| 00.00 Uhr

L116 in Grevenbroich
Gegenstände von Brücke auf drei Autos geworfen

Grevenbroich. Die Polizei fahndet nach einem Unbekannten, der am Sonntagabend einen oder mehrere Gegenstände von einer Fußgängerbrücke auf die Landstraße 116 in Grevenbroich geworfen hat. Dabei wurden nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler drei Autos getroffen. Die Fahrer hatten Glück, niemand wurde verletzt.

Gegen 23.15 Uhr meldeten ein 40 Jahre alter Bedburger und eine 59-jährige Neusserin über den Notruf, dass es während der Fahrt plötzlich einen lauten Knall gegeben habe. Am Audi des Bedburgers wurde die Windschutzscheibe beschädigt, an dem VW der Neusserin konnte laut Polizei noch kein Schaden festgestellt werden. Im Zuge der Fahndung vor Ort meldete sich auf der Wache in Grevenbroich ein dritter Autofahrer und schilderte den gleichen Sachverhalt.

Ob es sich bei den Gegenständen um Steine gehandelt hat, konnte noch nicht geklärt werden, meldete eine Sprecherin der Kreispolizeibehörde gestern. Es wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Bislang liegen den Ermittlern noch keine Hinweise auf den Täter vor. Es werden Zeugen gesucht, die zur Tatzeit im Bereich der Fußgängerbrücke verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Wer etwas mitteilen kann, wird gebeten, sich unter 02131 3000 zu melden.

Zuletzt hatte es die Polizei im August 2016 in Grevenbroich mit einem ähnlichen Fall zu tun, als von der selben Fußgängerbrücke ein Stein heruntergeworfen wurde, der in die Windschutzscheibe eines Mercedes Cabriolets prallte und ein Loch von der Größe eines Tennisballs hinterließ. Der 65 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt. Bereits im Februar und April 2014 hatten Kinder von Brücken der Landstraße 116 mit Steinen auf fahrende Autos geworfen. Auch dabei wurde zum Glück niemand verletzt.

Ebenfalls im August 2016 waren drei Autos beschädigt worden, nachdem Schottersteine von der Fußgängerbrücke über dem Elsbachtunnel geworfen wurde. Glück im Unglück hatte auch die Fahrerin eines BMW Cabriolets, das Anfang August 2016 auf der Autobahn 540 von Steinen getroffen wurde, die auf die Motorhaube prallten und die Windschutzscheibe durchschlugen.

Ohne konkrete Hinweise sei es schwierig, die Täter zu ermitteln, sagt die Polizei. Sie warnt vor solchen Aktionen, die ohne weiteres tödlich enden können.

Quelle: NGZ