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Grevenbroich
Kraftwerks-Manager tauschen Arbeitsplätze

Grevenbroich: Kraftwerks-Manager tauschen Arbeitsplätze
Die Kraftwerke in Grevenbroich und Niederaußem stehen ab dem 1. Oktober unter neuer Leitung. RWE setzt die Job-Rotation jetzt auch auf Ebene der Standortleiter um. FOTO: Berns/JAZ/RWE
Grevenbroich. Tilmann Bechthold wird am 1. Oktober neuer Leiter der Kraftwerke Frimmersdorf und Neurath. Deren bisheriger Chef, Eberhard Uhlig, übernimmt die Technischen Dienste. Von Wiljo Piel

Bei RWE dreht sich das Personalkarussell: Eberhard Uhlig, seit 15 Jahren Direktor der Kraftwerke Frimmersdorf und Neurath, übernimmt am 1. Oktober die Leitung der Technischen Dienste in der Sparte Braunkohlekraftwerke. Der 59-Jährige bleibt dem Standort Grevenbroich aber treu: Er wird seinen Arbeitsplatz lediglich von Neurath nach Frimmersdorf verlegen. Auch seine Ehrenämter in der Wirtschaftsvereinigung und der Bürgerstiftung möchte Uhlig behalten. Die Technischen Dienste, die zurzeit von Michael Wagner (51) geleitet werden, umfassen rund 300 Mitarbeiter, die sich hauptsächlich um die Instandhaltung der Kraftwerke im Rheinischen Revier kümmern. Unter anderem planen die Ingenieure und Techniker dieser Abteilung die millionenschweren Revisionen der Braunkohlenblöcke.

Neuer Chef der Kraftwerke Frimmersdorf und Neurath mit rund 850 Beschäftigen wird Tilmann Bechthold. Der 52 Jahre alte Ingenieur für Wirtschaft und Verfahrenstechnik steht seit fünf Jahren an der Spitze des Kraftwerks Niederaußem. Bechthold, der in Erftstadt-Liblar lebt, gehört seit 1992 zur RWE-Mannschaft, er war unter anderem Leiter der Technischen Dienste in Frimmersdorf. Deren derzeitiger Chef Michael Wagner wird zum 1. Oktober die Leitung des Kraftwerks Niederaußem übernehmen. Wagner ist Maschinenbauingenieur und seit 23 Jahren bei RWE tätig.

Hintergrund dieser Wechsel ist die sogenannte "Job-Rotation" bei RWE Generation und RWE Power, die nun auf Ebene der Standortleiter weitergeführt wird. "Mit dieser Maßnahme will die Sparte auf den Erfolgen der bisherigen Standortleiter aufbauen, um deren große Erfahrungen an neuer Stelle noch wirkungsvoller einzusetzen", erklärte Guido Steffen, Sprecher von RWE Power, gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Hinter dieser Rotation stehe die Absicht, weitere Verbesserungsmöglichkeiten zu entdecken, die standortübergreifende Zusammenarbeit zu optimieren, neue Schwerpunkte zu setzen "und damit die Wirtschaftlichkeit der Braunkohlenverstromung insgesamt weiter zu sichern". Guido Steffens Beispiel: Die Technischen Dienste, die sich unter der fünfeinhalbjährigen Leitung von Michael Wagner erfolgreich entwickelt hätten, würden mit dem neuen Leiter Eberhard Uhlig zusätzliche Impulse aus dessen langjähriger Erfahrung als Chef der beiden Kraftwerke erhalten.

Wie der Konzern mitteilte, sei die Job-Rotation unter den Kraftwerksleitern - ähnlich wie die RWE-Programme "Neo" und "New Way of Working" - ein Beitrag dazu "unsere Arbeit noch besser zu machen, damit wir mit unserer Stromerzeugung auf dem Markt bestehen können". Der Erfolg des Unternehmens hänge maßgeblich von einer immer intensiveren standort-, sparten- und länderübergreifenden Zusammenarbeit ab.

Quelle: NGZ
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