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Grevenbroich
Kreis: BBZ-Zentrale für Flüchtlingsaufnahme

Grevenbroich. Rhein-Kreis koordiniert die Verteilung der Flüchtlinge ab sofort über die Notunterkunft im BBZ.

Der Rhein-Kreis Neuss wird die Verteilung von Flüchtlingen ab sofort über die zur Notunterkunft umgebaute Dreifachturnhalle des Berufsbildungszentrums (BBZ) in Grevenbroich als Erstaufnahmestelle koordinieren. Ziel sei die Entlastung der Städte und Gemeinden. Das teilte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bei einem erneuten Krisen- und Koordinierungsgespräch mit Bürgermeistern, Beigeordneten und Abteilungsleitern aller acht Städte und Gemeinden mit. Hintergrund ist, dass dem Kreis 200 weitere Asylsuchende zugewiesen worden sind. Die Halle am BBZ wird bereits seit dem vergangenen Wochenende zur Unterbringung von 300 Flüchtlingen genutzt, die von dort aus nach Jüchen (rund 90) beziehungsweise Dormagen (200) verteilt werden sollten.

Durch die Nutzung des BBZ als Erstaufnahmestelle zur Koordinierung soll das Verfahren für Städte und Gemeinden einfacher gestaltet werden. "In unserer Aufnahmeeinrichtung in Grevenbroich erfolgt dann schon die Erstregistrierung, außerdem die ärztliche Untersuchung einschließlich Röntgen im nahegelegenen Kreiskrankenhaus Grevenbroich", erklärt Kreisdirektor Dirk Brügge. Es sollen möglichst auch gleich schon die Impfungen erledigt werden. Dadurch soll sich der personelle und logistische Aufwand in den Städten und Gemeinden reduzieren - zumal unklar sei, wie sich die Flüchtlingssituation in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt. "Wir wissen nicht, wie viele Männer, Frauen und Kinder noch zu uns kommen. Wir müssen aber gut vorbereitet sein", sagt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der gleichzeitig organisatorische Verbesserungen bei den Krisenstäben des Landes anmahnt: "Wir brauchen vom Land verlässliche Angaben zu Ankunftszeit und Anzahl der Flüchtlinge und können nicht auf Dauer im permanenten Krisenmodus Personal und Hilfskräfte in Bereitschaft halten."

Bei dem Treffen im Kreishaus Neuss bat Petrauschke die Städte und Gemeinden, alle noch möglichen Kapazitäten zur Unterbringung von zusätzlichen Flüchtlingen zu prüfen und bot die Koordinierung einzelner Beschaffungspositionen zentral durch den Kreis an.

Quelle: NGZ
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