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Grevenbroich
Krützen: Keine Notunterkünfte auf Kirmesplätzen

Grevenbroich. Die Verwaltung wird zum Ende der nächsten Woche weitere Standorte im Stadtgebiet benennen, die sich für den Aufbau von Wohncontainern oder Zelten eignen, in denen Flüchtlinge einquartiert werden sollen.

Obwohl sie in der Regel über Wasser- und Stromanschlüsse verfügen, werden die Kirmesplätze in den Grevenbroicher Stadtteilen aber nicht für Notunterkünfte bereitgestellt. Das bekräftigte Bürgermeister Klaus Krützen gestern auf Anfrage unserer Redaktion.

"Trotz aller Schwierigkeiten, die wir bei der Standortsuche haben, werden wir nicht an diese Plätze herangehen", sagte Krützen: "Das gesellschaftliche Leben, dass sich dort im Jahresverlauf größtenteils abspielt, muss weitergehen. Es ist ein wichtiger Faktor in unserer Stadt."

Der Bürgermeister hat im Rathaus eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die mehr als ein Dutzend Standorte untersuchte, die sich für den Aufbau von Containern oder Zelten eignen könnten. Darunter sind auch Flächen in Stadtteilen, in der bisher noch keine Asylsuchenden untergebracht wurden. Welche Orte infrage kommen, will der Bürgermeister in der kommenden Woche öffentlich mitteilen.

Zudem plant der Verwaltungschef am Freitag, 18. Dezember, eine Bürgerinformation in Haus Neurath. Wie berichtet, soll die Turnhalle an der Glück-Auf-Straße zur Notunterkunft für etwa 80 Asylsuchende umfunktioniert werden. "Ich hoffe, dass das die letzte Turnhalle ist, die wir für die in Grevenbroich ankommenden Menschen bereitstellen müssen", sagt Klaus Krützen.

Zurzeit sind der Stadt 644 Flüchtlinge dauerhaft zugewiesen. Hinzu kommen die 150 Flüchtlinge, die als Amtshilfe für das Land in der Alten Feuerwache und in der Turnhalle am Stadion untergebracht sind.

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(wilp)
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