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Grevenbroich
Musik und Tanz im Museum bis zum Morgen

Museumsnacht Grevenbroich: Musik und Tanz im Museum bis zum Morgen
Musiker Rocco Recycle präsentierte in besonderem Outfit seine Ein-Mann-Rock-Show in der Villa Erckens. FOTO: G. salzburg.
Grevenbroich. Mit einer langen Museumsnacht - unter anderem mit einer Kunstaktion - feiert der Museumsförderverein zehnjähriges Bestehen. Von Ursula Wolf-Reisdorf

Stefan Pelzer-Florack war zufrieden: "Das Ganze hat bestens funktioniert. Ich denke, wir haben so etwas nicht zum letzten Mal gemacht", zog der Leiter des Kulturfachbereichs eine positive Bilanz für die Lange Nacht im Museum in der Villa Erckens. Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens hatte der Förderverein des Museums zur Veranstaltung eingeladen. Lob gab's auch vom neuen Bürgermeister Klaus Krützen. "Der Förderverein des Museum leistet ehrenamtlich Beachtliches. Das kann man sich für andere Bereiche nur wünschen", sagte Krützen.

Das Programm dauerte bis in die Morgenstanden und war vielfältig: Während Wolfgang Kammer, Heinrich Heikamp und Gisela Schäfer rund 40 Leuten Texte vortrugen, wurde im Nebenraum eine Papp-skulptur bepinselt. Die Künstlergruppe Villa Erckens hatte sich bereits vor einem halben Jahr eine Skulptur zur Flüchtlingsfrage einfallen lassen. "Die blaue Mülltüte steht für das Meer, die Flügel der Skulptur für die Grenzen der europäischen Länder - und mit Verbandsmull haben wir die Verletzungen der Flüchtlinge symbolisiert", erklärte Helga Wieczorek von der Künstlergruppe.

Ursula Gabler, Sylvia Moritz, Helga Wieczorek beim Kunstprojekt. FOTO: Georg Salzburg

Mitglieder des Fördervereins wirbelten in allen Räumen, um die zahlreichen Gäste zu bewirten. Die Tango-Tänzer René Baltus und Beate Endrödy tanzten in Schwarz-Rot auf dem Parkett der Villa. "Das war ein Wunsch von mir", erzählte Martina Flick, die seit 2009 Vorsitzende des Fördervereins ist.

Seit zehn Jahren unterstützt der Verein mit heute rund 50 Mitgliedern die Arbeit im Museum, rund 20 sind aus der Gründungszeit dabei. Seit 2005 hat sich im Museum viel getan, wurde ein neues Konzept verwirklicht. 2012 eröffnet das Museum der Niederrheinischen Seele

René Baltus und Beate Endrödy tanzten Tango. FOTO: G. salzburg

Als nächstes Projekt steht laut Martina Flick die Restauration der Münzprägemaschine von Diedrich Uhlhorn an, die 200 Jahre nach ihrer Erfindung im Jahr 1817 fertig sein soll.

Als Wunsch für die Zukunft formulierte Helga Wieczorek, Mitglied im Förderverein: "Das Museum muss sich mehr für die Jugend öffnen." Die war beim runden Geburtstag des Vereins in der Villa Erckens nicht zugegen. Vermutlich war die Konkurrenz am Halloween-Wochenende zu stark.

Doch etliche Besucher kamen im Anschluss an die Illumination der Pfarrkirche St. Stephanus in Elsen und freuten sich über Gana Devatas Musik mit Handpans und das Duo Classic del Mar. So wie Norbert und Jutta Hinze. Sie lobten die Verstaltungen im Museum: "Wir haben hier schon tolle Abende erlebt." Als Kritik äußerten die Grevenbroicher: "Schade, dass es hier so laut ist. Das hat auch die Musiker gestört. Für Gespräche wären Stehtische im Foyer besser gewesen." Wer geduldig wartete, wurde musikalisch noch mal in den späten Abendstunden belohnt. Rocco Recycle fragte silberfarben angesprüht "Do you like Rock 'n Roll? Er begeisterte sein Publikum mit "Rebel Yell" , so dass getanzt wurde.

Als letzter Höhepunkt der ersten Langen Museumsnacht betrat das Duo Rob Collins und Paddy Boy die Bühne. "Absolut genial" lautete das Urteil der Besucher, als Rob und Paddy "Take a walk on the wild side", Supersticious" und Songs von Pink Floyd spielten.

Quelle: NGZ
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