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Grevenbroich
Nachbarn blicken mit Sorge auf Kapellener Baugebiet

Grevenbroich. Das Neubaugebiet in Kapellen mit rund 520 Häusern und Wohnungen soll weiter wachsen - um einen dritten Abschnitt. Der Planungsausschuss soll heute grünes Licht für die Änderung des Flächennutzungsplans geben.

Mehrere Anlieger aus dem benachbarten Bauabschnitt haben jedoch Bedenken. Ursprünglich war auf dem 17 Hektar großen Gelände südwestlich des bestehenden Baugebietes zwischen den Straßen Auf den hundert Morgen und Auf dem Mergendahl ein Gewerbegebiet - mit Grünflächen umgeben - vorgesehen. Mit Blick auf steigenden Wohnungsbedarf im Raum Düsseldorf hatte das Land die Ausweisung zusätzlicher Wohnbauflächen vorgeschlagen. Laut Stadt ist das Areal bei Kapellen dafür wegen seiner Autobahnanbindung ideal, zudem benötige auch Grevenbroich neue Bauflächen.

Doch es gibt Bedenken: Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung äußerte etwa ein Dutzend Anlieger Einwände. Sie halten den zwischen dem Bauabschnitt zwei und dem geplanten Gebiet vorgesehenen Grünstreifen für zu schmal, er solle laut Stadt nur 20 statt ursprünglich 60 bis 80 Meter breit sein. Dies habe "einen erheblichen Nachteil für die an den Grünstreifen angrenzenden Eigenheimbesitzer hinsichtlich Attraktivität und Grundstückswert", erklärte ein Anlieger. Zudem sei darauf hingewiesen worden, dass westlich des zweiten Abschnitts in näherer Zukunft keine weitere Bebauung vorgesehen sei.

"Hier fühlen wir uns offensichtlich getäuscht", heißt es. Die Stadtverwaltung erklärt dagegen, dass die ursprünglich vorgesehene Grünstreifen-Breite wegen des Gewerbegebietes, das "eher negative Auswirkungen" auf die Nachbarn gehabt hätte, geplant worden sei. Mit dem Bau eines weiteren Wohngebietes "erhält der Grünstreifen eher einen verbindenden Charakter, der das Wohnen für alle Anlieger attraktiver macht", so die Verwaltung.

(cso-)
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