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Grevenbroich
Raiffeisenbank zieht eine positive Jahresbilanz

Grevenbroich. Die Raiffeisenbank Grevenbroich hat gestern ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2014 vorgestellt. Der Vorstand um Sprecher Friedhelm Franken und seine Vorstandskollegen Jörg Holz und Christian Jansen zeigte sich dabei zufrieden. Franken zog eine positive Jahresbilanz und betonte, dass die Raiffeisenbank für die Zukunft gut aufgestellt sei. Holz erklärte: "Wir haben 2014 das erreicht, was wir uns als Ziel gesetzt hatten." Von Andreas Buchbauer

Die Zahl der Mitglieder der Genossenschaftsbank ist laut Raiffeisenbank-Vorstand um rund 600 auf nun 10 427 gestiegen. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 366 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 4,2 Prozent. Das gesamte betreute Kundenvolumen beträgt 678 Millionen Euro - eine Steigerung von 3,2 Prozent. Der Jahresüberschuss beträgt 658 000 Euro. Daraus schüttet die Bank nach Beschluss ihrer Vertreterversammlung - sie tagte am 28. Juli - sechs Prozent Dividende an ihre 10 427 Mitglieder aus. Zudem erhöht die Bank ihr Eigenkapital um 1,5 Millionen Euro beziehungsweise 4,9 Prozent.

Die Kundenkredite stiegen um 3,1 Millionen Euro (1,4 Prozent) auf jetzt 223 Millionen. Zuwächse gab es sowohl bei den Baufinanzierungen als auch bei der Finanzierung von Mittelständlern. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 11,9 Millionen Euro (4,2 Prozent) auf 295 Millionen Euro. Die Zahlen der Raiffeisenbank seien, so der Vorstand, auch vor dem Hintergrund des für die Banken nicht eben einfachen Marktes positiv zu werten - und trotz der besonders durch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) herbeigeführten Niedrigzinsphase.

Die Geldpolitik der EZB schöne zwar die Bilanzen verschuldeter Staaten und öffentlicher Haushalte, gehe aber zu Lasten der normalen Sparer. Friedhelm Franken übte Kritik an der europäischen Finanzmarktpolitik. So müsse die Raiffeisenbank zum Beispiel in den europäischen Bankabwicklungsfonds einzahlen. Dieser springt ein, wenn systemrelevante Banken saniert beziehungsweise abgewickelt werden müssen. "Unsere Bank ist aber keine systemrelevante Bank. Von daher ist es so, als müssten Fahrradfahrer die Maut für Autobahnen mitbezahlen", kritisiert Franken.

Einen Wechsel gab es im Aufsichtsrat. Heike Speer-Sorg folgt auf Stefanie Stutte, die dem Gremium nach 29 Jahren aufgrund der Altersgrenze nicht mehr angehört.

Quelle: NGZ
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