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Grevenbroich
Stadt fürchtet Schäden am Stadion-Rasen

Grevenbroich: Stadt fürchtet Schäden am Stadion-Rasen
Mitarbeiter der Herstellerfirma Eurogreen haben die Hybridrasen-Matten im Schlossstadion verlegt. Da auf dem längst noch nicht fertigen Rasen bereits gespielt wurde, lässt die Stadt nun die Baustelle einzäunen. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Der neue Hybridrasen im Schlossstadion ist noch längst nicht fertig. Dennoch wird auf ihm schon Fußball gespielt. Sportdezernent Michael Heesch befürchtet, dass größere Schäden entstehen können. Er lässt den Platz jetzt einzäunen. Von Wiljo Piel

Die Firma Eurogreen hat die Matten mit den implantierten Kunstfasern für den neuen Hybridrasen im Schlossstadion verlegt. Der Platz des TuS Grevenbroich leuchtet nun in einem satten Grün in der Herbstsonne - und das scheint den einen oder anderen Fußballer zu reizen. Denn obwohl verboten, wurde auf dem Spielfeld bereits gekickt. "Davon zeugen etliche Stollenabdrücke, die wir auf der Fläche entdeckt haben", schildert Michael Heesch verärgert. Der Sportdezernent befürchtet, dass durch illegales Fußballspielen größere Schäden auf dem noch nicht fertiggestellten Platz entstehen könnten. Die kämen der Stadt unter Umständen teuer zu stehen.

"Der Hersteller des Hybridrasens wird für solche Schäden nicht haften. Die Kosten für etwaige Reparaturen müssten wir übernehmen", stellt Heesch klar. Vor diesem Hintergrund will er "geeignete Maßnahmen" ergreifen, um das Spielfeld zu schützen. Heißt: Der Fußballplatz im Schlossstadion wird komplett eingezäunt. "Sollte das nicht helfen, werden wir Strafanzeige gegen jeden stellen, der die Baustelle unbefugt betritt", betont Heesch energisch. Wer auf dem Platz gespielt hat, ist unklar. Der TuS habe ihm versichert, dass es niemand aus seinen Reihen gewesen sei, berichtet der Dezernent.

Weil eine neue, tiefere Drainage für die Entwässerung angelegt werden musste, hat sich der Hybridrasenbau im Schlossstadion verzögert. "Nun geht es aber gut voran, die Deckschicht mit den Kunstrasenfasern ist verlegt und gewalzt worden", berichtet Michael Heesch. Er geht davon aus, dass in den nächsten 14 Tagen auch der Naturrasen eingesät werden kann. "Die Maßnahme wird zum Ende dieses Jahres ordnungsgemäß abgeschlossen", sagt der Sportdezernent. Der Platz wird dann allerdings noch immer nicht bespielbar sein. Der Naturrasen muss erst wachsen und sich mit den Kunstfasern verbinden. "Im April oder Mai, je nachdem wie das Winterwetter ausfällt, kann das Spielfeld genutzt werden", berichtet Michael Heesch. Die Stadt investiert in das Projekt rund 308.000 Euro. Ursprünglich sollte der Rasen 275.000 Euro kosten, durch die neue Drainage wurde er um 33.000 Euro teurer.

Das Hybridspielfeld ist nicht die einzige Investition in das Schlossstadion. In den nächsten Jahren will die Stadt dort weitere Projekte realisieren, die dem TuS zugute kommen. Mit Geldern aus dem sogenannten Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wird die Turnhalle an der Schlossstraße, in der derzeit Flüchtlinge leben, saniert. Unter anderem sollen die Umkleiden und Sanitäranlagen auf Vordermann gebracht werden. Auch das nebenan liegende TuS-Heim wird ertüchtigt, dort soll eine Art Jugendbegegnungsstätte entstehen. "Für beide Projekte sind bereits Fördergelder in Aussicht gestellt worden", sagt Michael Heesch. Deren Höhe stehe aber noch nicht fest.

Letztendlich wird auch der hinter der Turnhalle liegende Trainingsplatz erneuert. Er soll mit einem Kunstrasen ausgestattet werden. Der Sportdezernent geht davon aus, dass die Projekte 2017/18 abgeschlossen werden können.

Quelle: NGZ
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