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Grevenbroich
Stadt will Festival-Reihe etablieren

Grevenbroich: Stadt will Festival-Reihe etablieren
Junge Menschen unterschiedlicher Nationen, die friedlich miteinander feiern: So stellt sich die Stadt das "Love & Peace"-Festival vor. FOTO: dpa-tmn
Grevenbroich. Die Musik soll junge Menschen zusammenbringen und Integration fördern.

Liebe und Frieden anstatt Hassparolen und zerschnittener Zeltplanen in Flüchtlingsunterkünften: Das ist die Botschaft, die Grevenbroich gerne in die Welt senden möchte. Da kommt das Bundesprogramm "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" gerade recht. Dieses nämlich will ziviles Engagement und demokratisches Verhalten auf der kommunalen, regionalen und überregionalen Ebene fördern. Der Kreis beteiligt sich in den kommenden vier Jahren daran und hat für 2016 einen Aktionsfonds von zunächst 24.000 Euro eingerichtet, von dem Grevenbroich profitieren will. Gemeinsam mit dem Jugendrat und auf Antrag der CDU-Fraktion hat die Verwaltung deshalb ein Konzept erarbeitet, das die Themen "Demokratie", "Partizipation", "Vielfalt", "Prävention gegen Extremismus" und "Arbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerbern" aufgreift. Herausgekommen ist eine Idee: "Love & Peace - Das Festival" - ein Musikfest auf dem Außengelände der Alten Feuerwache, das insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene als künftige Verantwortungsträger anspricht.

Heike Troles (CDU), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, hat den Antrag ihrer Fraktion initiiert und ist begeistert: "Das ist genau das, was ich mit vorgestellt habe", sagt sie. "Eine Veranstaltung, die Menschen in lockerer Atmosphäre auf niederschwelliger Ebene zusammenbringt und über die Musik Brücken baut. Besonders gut finde ich, dass es keine einmalige Geschichte bleiben, sondern etabliert werden soll."

Und so sieht der Plan aus: An einem Samstag in den Sommerferien wird eine Bühne an der Feuerwache samt Sitzmöbeln auf den großen Rasenflächen aufgestellt. Dort werden dann den ganzen Tag über verschiedene Künstler auftreten: Gruppen und Solokünstler, regional wie überregional, unterschiedlicher Herkunft und Nationen. Zwischen den Auftritten ist jeweils Platz für Statements und kürzere Reden. Ergänzt wird das Ganze durch Infostände. Die Finanzierung soll langfristig über Sponsoren und städtische Haushaltsmittel laufen. Für das Haushaltsjahr 2017 und die Folgejahre sind zunächst 2000 Euro eingeplant.

(juha)
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