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Grevenbroich
Toom schließt: SPD sieht Gefahr für die City

Grevenbroich: Toom schließt: SPD sieht Gefahr für die City
Die Einkaufswagen bei Toom haben Ende Dezember ausgedient. FOTO: NGZ
Grevenbroich. Der Toom-Markt im Montanushof wird zum Jahresende schließen. Diese Nachricht sorgte am Dienstag für Unruhe in der Branche: "Es muss alles unternommen werden, damit es auch künftig eine Lebensmittelversorgung in der Grevenbroicher City gibt", forderte Peter Achten, Chef des NRW-Einzelhandelsverbandes. Dieses Segment sei seiner Meinung nach immens wichtig für die Innenstadt: "Es sorgt für mehr Qualität", sagte Achten.

Fred Schlangen, Vorsitzender des Werberings, hofft darauf, dass sich nach dem Auszug des SB-Warenhauses ein adäquater Nachfolger finden lässt: "Ich bin zuversichtlich, dass es dem Management des Montanushofs gelingen wird, wieder ein kompetentes Angebot hier anzusiedeln." Schlangen könnte sich auf der 6500 Quadratmeter großen Fläche im Basement des Centers eine Kombination aus einem Lebensmittelmarkt und Fachgeschäften vorstellen. "Das wäre reizvoll", meint er.

In der Grevenbroicher Lokalpolitik wird der Auszug des Montanushof-Ankermieters bedauert: "Es ist außerordentlich schade, wenn der einzige Nahversorger die City verlässt", meint CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Gand. Die Zeit bis Dezember müsse nun genutzt werden, einen Nachfolger zu finden: "Denn ohne einen Lebensmittelmarkt verliert unsere Innenstadt an Qualität", befürchtet er. Wen sich Gand als Nachmieter im Untergeschoss des Montanushofs vorstellen kann: "Der Eigentümer des früheren Spielzeug- und Freizeitmarkts in Wevelinghoven hat nach wie vor die Stadt Grevenbroich als Standort im Auge. Das wäre für ihn eine ideale Fläche."

Horst Gerbrand, Vorsitzender der SPD-Fraktion, verbindet mit der Toom-Schließung "eine gefährliche Entwicklung" für die Innenstadt. "Hier droht die Nahversorgung des Zentrums wegzubrechen", warnt er: "Für Werbering, Wirtschaftsförderung und Montanushof-Management wird es nun höchste Eisenbahn, hier schnell nach neuen Lösungen zu suchen", fordert Gerbrand. Die SPD plädiert gleichzeitig für ein neues "Monti"-Konzept: "Dieses Center muss wieder ein Einkaufserlebnis in Grevenbroich bieten."

(NGZ/dhk)
 
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