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Hückelhoven
Messerangriff in Flüchtlingsheim

Hückelhoven. Streit zwischen zwei Asylbewerbern eskalierte. Von Andreas Speen

In der Nacht zum Samstag ist in einer Hückelhovener Flüchtlingsunterkunft ein Streit zwischen zwei Männern derart eskaliert, dass einer von ihnen dabei mit mehreren Messerstichen schwerst verletzt wurde. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ermittelt.

In einer Küche des Wohnheims war es nach Auskunft der Staatsanwaltschaft zu einem Streit zwischen zwei Asylbewerbern aus Bangladesh (21 und 24 Jahre) gekommen, die wohl schon längere Zeit zerstritten gewesen sein sollen. Oberstaatsanwalt Lothar Gathen erklärte gestern, dass einer der Männer zunächst den Streitort verlassen habe, jedoch zurückgekehrt sei: "Er hat ein Messer geholt und sieben Mal auf den anderen Mann eingestochen."

Dieser wurde, zunächst hatte akute Lebensgefahr für den 24-jährigen Mann bestanden, schwerstverletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Am Sonntagvormittag wurde der andere, 21-jährige Asylbewerber wegen dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung einem Richter vorgeführt. Später berichtete Staatsanwalt Stefan Lingens schließlich, dass, auch aufgrund einer möglichen Fluchtgefahr, Untersuchungshaft angeordnet worden sei.

Der Auslöser des Streits der beiden Männer ist laut Stefan Lingens noch unbekannt. Auch sei der Hergang noch nicht vollständig zu klären gewesen.

Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach war in der Hückelhovener Flüchtlingsunterkunft mit mehreren Dolmetschern im Einsatz, um in der Tat zu ermitteln, die sich in der Nacht von Freitag auf Samstag kurz nach Mitternacht zugetragen hatte.

Quelle: RP
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