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Hückeswagen
Apotheker für weitere Krisen-Einsätze bereit

Hückeswagen: Apotheker für weitere Krisen-Einsätze bereit
Besonders in der ländlichen Umgebung sind viele einfache Häuser und Hütten bei dem Erdbeben in Nepal zerstört worden. FOTO: privat
Hückeswagen. Der Radevormwalder Apotheker Dr. Ralph Bültmann arbeitet ehrenamtlich für "Apotheker ohne Grenzen". Nach seinem Einsatz in Nepal wäre er bereit, bei weiteren Krisen in der Welt zu helfen. Von Wolfgang Scholl

Ende April war der Radevormwalder Apotheker Dr. Ralph Bültmann in Nepal, um nach dem dortigen Erdbeben für die Organisation "Apotheker ohne Grenzen" die Organisation von Rettungsmaßnahmen aufzubauen (die BM berichtete). Bültmann sprach damals von den intensivsten fünf Tagen seines Lebens. Tätig war er von der Hauptstadt Kathmandu aus in der östlich davon gelegenen Region um Bhaktapur. Bültmann war für "Apotheker ohne Grenzen" auf dem Weg nach Nepal, als sich dort das verheerende Erdbeben ereignete. Als Helfer der ersten Stunde sprach er mit Regierungsvertretern und stellte zusammen, welche Hilfsmittel in dem Land gebraucht werden.

Während eine große Gruppe den Menschen half, mussten andere Helfer erst einmal wieder die Telekommunikation aufbauen und auch die Transportstrukturen schaffen. In dem sehr armen Land entsprachen die meisten Wege in die Außenregionen bisher schon nicht den europäischen Maßstäben.

Im Rückblick auf die Zeit sagte Bültmann, dass der eigentliche Hilfseinsatz inzwischen beendet worden ist. Nepal ist damit zu großen Teilen wieder auf sich selbst angewiesen. Die UNO hat ausgerechnet, dass in dem armen Land mehr als eine halbe Million Häuser zerstört sind. Seine Nachfolger haben versucht, die Strukturen wieder aufzubauen. Besonders betroffen waren die medizinischen Hilfspunkte, die es in zahlreichen abgelegenen Regionen gibt. Sie dienen als Land-Praxen, in denen Ärzte oder Schwestern der Bevölkerung versuchen zu helfen. "Unser Projekt ist jetzt der Wiederaufbau dieser sogenannten Health-Points, die zum Teil in Zelten oder auch in einfachen Häusern untergebracht sind", sagt der Apotheker.

Dazu gehört eine umfangreiche Planung, die mit Partnerorganisationen bewältigt werden soll. Geklärt werden muss, wo und wie ein Gesundheitspunkt neu eingerichtet werden kann und welche Hilfsmittel benötigt werden und welche schon oder noch vorhanden sind. Bültmann wird deshalb wohl im Herbst für eine weitere Woche nach Nepal fliegen.

Der 51-Jährige hat sich inzwischen bei seiner Organisation listen lassen, dass er für die Organisation weiter bereit ist, bei schwerwiegenden Einsätzen in der Welt zu helfen - auch kurzfristig. "Es gibt zahlreiche Apotheker auf der Liste. Im Einzelfall wird abgefragt, wer es sich aus dienstlichen Gründen erlauben kann, für einige Zeit für die Hilfsorganisation tätig zu sein und kurzfristig loszufliegen", sagt Ralph Bültmann.

Quelle: RP
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