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Hückeswagen
Auch 2016 werden im Advent Türen geöffnet

Hückeswagen. Irmgard Hannoschöck zieht eine positive Bilanz des offenen Adventskalenders der Fachstelle Sucht. Von Wolfgang Weitzdörfer

Irmgard Hannoschöck ist zufrieden: "Am Dienstag vor Heiligabend war die letzte, die insgesamt 24. Veranstaltung unseres ersten offenen Adventskalenders - und zum Konzert des Johannesstift-Chors im Heimatmuseum waren noch einmal richtig viele Bürger gekommen", sagt die Mitarbeiterin des Diakonie-Fachstelle Sucht. Sie hatte nicht nur die Idee für diesen besonderen Adventskalender, sie war auch maßgeblich für die Koordination verantwortlich. Viel Arbeit sei das gewesen, aber der Erfolg habe ihr recht gegeben, sagt Hannoschöck: "Es steht absolut nichts im Wege, als Diakonisches Werk auch 2016 einen offenen Adventskalender zu organisieren." Dazu komme, dass man dadurch auch gegenseitig im Sinne des Netzwerkens voneinander profitieren könne. "Wir haben eine ganze Menge neuer Kooperationspartner gefunden, mit denen wir künftig auch in anderen Projekten zusammenarbeiten werden", sagt Hannoschöck.

24 Veranstaltungen in ebenso vielen Tagen - das ist für eine kleine Stadt wie Hückeswagen eine stolze Hausnummer. Dennoch waren nahezu alle gut bis sehr gut besucht, wie Hannoschöck erfreut anmerkt: "Ich habe als Rückmeldungen von den jeweiligen Veranstaltern gesagt bekommen, dass, auch wenn einmal nur wenige Besucher gekommen sind, diese dann aber immer von der Idee des offenen Adventskalenders begeistert waren."

Manchmal müsse man eben ein paar Jahre Vorlauf in Kauf nehmen, um ein Angebot bei den Bürgern bekannt zu machen. Zudem beweisen die guten Besucherzahlen (zwischen 20 und 350) aber auch, dass die Veranstaltungen in der Vorweihnachtszeit kein Überangebot darstellen.

Dass die Veranstaltungen ein voller Erfolg waren, ist auch an der Spitze der Stadtverwaltung angekommen. Bürgermeister Dietmar Persian, der selbst am 21. Dezember in seinem Amtssitz Kindern weihnachtliche Geschichten vorgelesen hat, sagt: "Der offene Adventskalender hat Hückeswagen in diesem Advent ein Stück reicher gemacht."

Auch Hannoschöck hat diese Erfahrung gemacht: "Es war ein wirklich erlebbares Gemeindeleben, man hat das Zusammenrücken der Bürger bei den Veranstaltungen förmlich gespürt." So etwa bei der "Weihnachtlichen Stunde" der Hospizgruppe, die am 18. Dezember im Haus der Familie Paffrath stattfand - für Hannoschöck ganz klar einer der Höhepunkte. "Das Angebot hat mich unglaublich beeindruckt. Ich hatte im Vorfeld die Befürchtung, dass es für viele Leute ein Hemmschuh sein könnte, in ein Privathaus zu so einer Veranstaltung zu gehen - aber ganz im Gegenteil", sagt sie. Das Haus der Paffraths war voll, sie wäre im positiven Sinne richtig erschlagen gewesen von dieser wunderbaren Atmosphäre bei Musik, Gedichten, Erzählungen und Plätzchen. Dazu haben Daniel Marsch und Stefanie Hölzle Musik gemacht.

Ebenfalls als besonders hat Hannoschöck die Andacht zu "Loslassen" mit dem Posaunenchor Scheideweg im Vereinshaus der evangelischen Gemeinschaft Scheideweg empfunden: "Da fand ich besonders schön, dass zahlreiche Jugendliche mit dabei gewesen sind."

Für das kommende Jahr sieht Hannoschöck nur geringen Veränderungsbedarf: "Es sind ein paar Stellschrauben, die justiert werden müssen, ansonsten ist aber eines deutlich geworden: Es ist ein großes Bedürfnis nach Veranstaltungen, bei denen es um Gemeinschaft geht, bei den Hückeswagenern vorhanden."

Quelle: RP
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