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Hückeswagen
Bierbörse - frühlingshaft und gesellig

Hückeswagen: Bierbörse - frühlingshaft und gesellig
Einkehrschwung am Stand des Grimberger Abteibiers (v. l.): Rita Spitthöver, Monika Poeppel, Tina Rodewald und Christiane Kopka mit den "Brüdern" Dieter und Hartmut. FOTO: Jürgen Moll
Hückeswagen. Pünktlich zur Bierbörse kam am Samstag der Frühling in die Schloss-Stadt. Schon am Nachmittag verzeichneten die Stände viele Besucher bei der beliebten Veranstaltung, die zum siebten Mal stattfand. Von Wolfgang Weitzdörfer

War der Freitagabend vom Wetter her noch ein wenig durchwachsen, startete der Haupttag der 7. Hückeswagener Bierbörse, der Samstag, mit eitel Sonnenschein, milden Frühlingstemperaturen und jeder Menge guter Laune bei den schon am Nachmittag zahlreichen Besuchern auf dem Bahnhofslatz und an der Bahnhofstraße. Dort gab es an 30 Ständen nicht nur jede Menge kulinarischer Köstlichkeiten, sondern natürlich die rund 350 verschiedenen Biersorten aus aller Welt. Die machten den besonderen Reiz des in der Schloss-Stadt auch bei Auswärtigen sehr beliebten Events aus.

So auch für die elfköpfige Frauengruppe der evangelischen Gemeinde Wuppertal-Heckinghausen. Die Frauen waren bereits zum dritten Mal zur Hückeswagener Bierbörse gekommen und hatten ihr Wochenendquartier im Haus Hammerstein an der Wupper-Talsperre bezogen. "Wir haben die Islandstraße leergekauft, und jetzt gibt es zur Stärkung belgisches Bier", sagte Rita Spitthöver lachend, während sie an ihrem Dubbel-Bier nippte, das ihr von "Bruder" Dieter und "Bruder" Hartmut am Stand von Grimbergen Abteibiere kredenzt worden war.

"Lecker", kommentierte auch Christiane Kopka, die ein Kirschbier getrunken hatte. Sie hatte den wohl weitesten Anfahrtsweg, war sie doch von Wuppertal vor einigen Jahren nach Böblingen in Baden-Württemberg gezogen: "Wie schön, dass die Bierbörse im August auch nach Böblingen kommt", sagte sie voller Vorfreude. "Das Bier tat nach dem Einkaufsvormittag richtig gut. Jetzt gehen wir wieder zurück nach Hammerstein, das ist doch eine gute Stunde an der schönen Talsperre entlang", sagte sie. Zur Musik von "Get On Up!", die am Abend mit Cover-Musik einheizten, waren die elf Frauen dann nicht mehr in die Stadt gekommen: "Wir machen heute einen schönen Saunaabend", berichtete Christiane Kopka vom Alternativprogramm.

Wie immer ein besonderer Hingucker war das Schiff "Santa Maria" aus Hamburg, das nach einem Jahr Pause wieder per Lkw in die Schloss-Stadt transportiert worden war. "Wir haben in diesem Jahr einige neue Sorten im Angebot", sagte Mitarbeiter Marc Steinbach. "Die Eisbiere sind etwas stärker, gehen aber sehr gut." Die etwa 20 Biersorten der Stralsunder Brauerei Störtebeker erfreuten sich auch bei den Besuchern großer Beliebtheit, wenngleich sich am Samstagnachmittag nur wenige an die neunprozentigen Starkbiere trauten. "Das Wetter heute ist super, am Freitag war es doch noch etwas durchwachsen", sagte Steinbach.

Eine Premiere bei der Bierbörse feierte Adrian Jurek, der am Stand der polnischen Brauerei Zywiec zum ersten Mal in Hückeswagen war. Hier musste man sich mit Englisch verständigen - oder aber auf das gewünschte Bier deuten: "Das Zywiec-Bier mit 5,6 Prozent Alkohol geht am besten, die Leute mögen es recht gerne", sagte Jurek, für den die Teilnahme an der Bierbörse ein Experiment darstellte: "Wir wollen es einmal ausprobieren. Wenn unser polnisches Bier, das aus dem Süden des Landes stammt, bei den Besuchern ankommt, dann überlegen wir uns, wiederzukommen."

Aber auch sonst ließ die Auswahl keine Wünsche offen - wer's regional mochte, hielt sich am Remscheider Bräu gütlich. Bei "The Rolling Pub" gab's Guinness, und auch Traditionsbiere wie Augustiner und Mönchshof kamen gut an.

Quelle: RP
 
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