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Hückeswagen
Der Bauhof ist gerüstet für den Winter

Hückeswagen: Der Bauhof ist gerüstet für den Winter
Das Salzlager des gemeinsamen Bauhofes von Hückeswagen und Wipperfürth ist gefüllt, die Maschinen sind vorbereitet auf mögliche Einsätze. BM-Foto: M. Schütz FOTO: Schütz Michael
Hückeswagen. Am Wochenende soll's kalt, vielleicht sogar schon winterlich werden. Der Bauhof von Hückeswagen und Wipperfürth ist darauf vorbereitet: 950 Tonnen Streusalz sind in der Salzhalle eingelagert, eine Rufbereitschaft ist eingerichtet. Von Stephan Büllesbach

Krasse Gegensätze innerhalb von nur einer Woche sind möglich: Am vorigen Sonntag schien die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel, was viele zu Fuß oder auf zwei Rädern nutzten, um das schöne Wetter zu genießen. Doch beim "Martinsmarkt", dem verkaufsoffenen Sonntag übermorgen, könnten sich Schneeflocken in den Regen mischen. Mehr als nasskalte sechs Grad sollen's nicht werden. Leichter Frost ist schon in der Nacht auf morgen möglich.

Für die Mitarbeiter des Bauhofs ist das kein Problem. Stehen sie doch schon seit geraumer Zeit parat, um bei Schneefall und Glätte auszurücken. Für den neuen Leiter des Bauhofs, Magnus Bernhardt, der erst im Oktober Nachfolger des zu Jahresbeginn zum Landesbetrieb gewechselten Guido Hochhard geworden war, steht die erste Belastungsprobe an. Der 25-Jährige, der aus der freien Wirtschaft kommt und sich in seinen neuen Job einarbeitet, sieht sein Team aber gut gerüstet. Schließlich hat sich an der Arbeitsweise für den Winterdienst und den Bereitschaftsplänen nichts geändert.

Die Mitarbeiter bekommen von einem Wetterdienst die Mitteilung, wenn es Schnee geben sollte. Dann fahren gegen 3 Uhr in beiden Städten Kollegen heraus, um zu sehen, ob es auf den Straßen glatt ist beziehungsweise wo mit Glätte gerechnet werden muss. Ist die Wetterlage kritisch, werden sämtliche Mitarbeiter - insgesamt sind 45 Männer und Frauen beschäftigt - umgehend angerufen, so dass sie spätestens um 4 Uhr, im Extremfall auch schon um 3.30 Uhr, mit ihren Streu- und Räumfahrzeugen ausrücken können. "Bis 7 Uhr müssen alle neuralgischen Punkte geräumt und gestreut sein", sagt Herbert Wilms, Kämmerer der Stadt Wipperfürth. Das sind etwa Steigungen und die Straßen vor Schulen und Kindergärten oder dem Wipperfürther Krankenhaus. Thomas Schneppel, Bernhardts Stellvertreter, stellt klar: "Wir fahren zur gleichen Zeit nach links und rechts raus." Heißt: Wipperfürth und Hückeswagen werden gleichzeitig geräumt. Schneppel widerspricht damit Vermutungen, die Hansestadt würde vom Bauhof bevorzugt. Und Wilms betont: "Es gibt einen Räumplan für beide Städte; danach wird gefahren."

Bis zu 20 Fahrzeuge sind dann in den beiden Städten unterwegs (s. Info-Kasten). Allesamt sind mit Streugeräten ausgestattet. Alle großen Fahrzeuge mit Aufbau haben Rückfahrkameras, so dass die Fahrer der schweren Lkw bei Schneefall aus engen Straßen oder Sackgassen rückwärts wieder herauskommen, ohne geparkte Autos zu beschädigen.

Gut gefüllt ist die Salzhalle an der Egener Straße in Wipperfürth, wo der gemeinsame Bauhof der Hanse- und der Schloss-Stadt im Oktober 2013 in Betrieb genommen wurde: Rund 950 Tonnen sind dort eingelagert. "Sollten diese nicht ausreichen, können wir sofort nachbestellen. Das ist vertraglich so festgehalten", betont Wilms. Weitere 700 Tonnen Streusalz können noch angefordert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf das im Herweger Lager des Landesbetriebs Straßen gelagerte Salz zurückzugreifen. Der stellt dann eine Rechnung über die benötigte Menge.

Zudem sind in der von der Stadt Hückeswagen angemieteten Lagerhalle auf dem ehemaligen Bêché-Gelände weitere rund 40 Tonnen Salz eingelagert. Diese verteilen die beiden Kleintrecker auf den Gehwegen, wenn diese geräumt werden. Für diese Fahrzeuge werden jetzt, wenn Frost zu erwarten ist, Poller und Schranken auf Gehwegen entfernt - etwa an der Marien-, Pfarrer-Giesen-Straße, am Bolzplatz, Tulpen- und Fliederweg. Schneppel: "Im Winter würden die sonst festfrieren, weil in die Bodenhülsen Wasser hineinläuft." So geschehen in einem zurückliegenden Winter. Die Mitarbeiter hatten alles probiert, sie zu entfernen - ohne Erfolg.

Nicht nur deshalb hoffen die Verantwortlichen, dass es ein ähnlich milden Winter geben wird wie den vorigen. "Da sind wir kaum gefahren", erinnert sich Schneppel. Das habe auch Auswirkungen auf die Gebühren für den Winterdienst gehabt, sagt Wilms. Die seien nämlich deutlich zurückgegangen.

Quelle: RP
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