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Hückeswagen
Eimol Prinz zo sin. . .

Hückeswagen: Eimol Prinz zo sin. . .
Wer wird Nach-Nachfolger von Jungfrau Alexandra, Prinz Torsten und Bauer Holger aus Hückeswagen als Wipperfürther Dreigestirn für die Session 2015/16? FOTO: Moll, J�rgen
Hückeswagen. Bis zum Start und erst recht zur "heißen Phase" der neuen Karnevalssession ist es zwar noch lange hin, die Verantwortlichen der Narrenzunft Neye suchen aber schon jetzt das künftige Dreigestirn – und haben auch kein Problem damit, in Hückeswagen zu "wildern".

Es ist der Traum vieler Jecken: Einmal Prinz zo sin – so besingt es Wicky Junggeburth jedes Jahr im Kölner Karneval. Diesen Traum hat er sich vor 22 Jahren erfüllt: 1993 war Junggeburth der Kölner Prinz Karneval. Es geht aber auch ein paar Nummern kleiner.
Von Stephan Büllesbach

Die Narrenhochburg, die Hückeswagen am nächsten liegt, ist Wipperfürth. Dort zieht jedes Jahr am Tag vor Rosenmontag ein großer Zug durch die Stadt, dessen letzter Wagen der des Prinzen ist. Für die nächste Session, eine eher kurze, sucht die Narrenzunft Neye wieder ein Dreigestirn mit Prinz, Bauer und Jungfrau; auch ein Prinzenpaar kann sich melden. Dafür "wildern" die "Baulemänner", wie sich die Wipperfürther nennen, gerne auch bei den "Witchessäcken" aus Hückeswagen.

Schließlich muss ihre jecke Spitze in der kommenden Session besetzt werden.
Dass sich aber auch "Heukeshowwer" im Wipperfürther Karneval zurechtfinden und sogar wohlfühlen, weiß Torsten Pütz. Der Schuhorthopädiemeister war im vorigen Jahr der Prinz eines rein Hückeswagener Dreigestirns; ihm zur Seite standen damals Bauer Holger Haybach und Jungfrau Axel "Alexandra" Mundt.

"Das war eine unvergessliche Zeit, einfach nur genial", versichert der 49-Jährige. Sie seien von der Narrenzunft Neye super-nett aufgenommen und überall hingefahren worden. Wobei das Hückeswagener Dreigestirn – als kleine Wipperfürther Spitze – zuvor noch ein "Einreisevisum" erhalten hatte. "Wenn wir in die Säle gekommen sind, haben wir nur in strahlende Gesichter geblickt", erinnert sich Pütz. Außerdem gibt es jede Menge bützender Frauen – jeckes Herz, was will man(n) mehr?

Gesucht sind nun drei Freunde oder ein Mann und eine Frau, die Spaß an der närrischen Freud' haben. "Wichtig ist, dass sie keine Bühnenangst haben und dass wenigstens einer von ihnen redegewandt, nicht auf den Mund gefallen und schlagfertig ist", weiß der Prinz der Session 2013/14 aus Erfahrung. Wer sich für diesen närrischen Einsatz entscheide, müsse auf der Bühne eine gewisse Präsenz zeigen.

Auch über die Kosten müsse sich ein Dreigestirn oder ein Prinzenpaar nicht den Kopf zerbrechen. Pütz versichert: "Das ist nicht so teuer, wie man vielleicht meint. Das ist ein erschwinglicher Spaß, den man nie vergisst." Zumal die Narrenzunft Neye fast alles möglich mache.

 

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