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Interview Bernhard Guski
Ein wichtiges Zeichen für den Frieden

Interview Bernhard Guski: Ein wichtiges Zeichen für den Frieden
FOTO: Moll Jürgen
Hückeswagen. Hückeswagen Der Hückeswagener Künstler Bernhard Guski ist Vorsitzender des Freundeskreises Friedenskapelle Voßhagen. Zum 30-jährigen Bestehen der Kapelle erläutert der 71-Jährige im BM-Interview die heutige Bedeutung der Friedenskapelle für ihn persönlich und für die Öffentlichkeit.

Herr Guski, die Friedenskapelle in Voßhagen gibt es nun seit 30 Jahren. Wie wichtig ist sie heute noch?

Guski Es ist wichtiger denn je, immer wieder Zeichen für den Frieden zu setzen. Das versucht der Freundeskreis mit den Aktivitäten in der ökumenischen Kapelle.

Was war der Grund, sie 1985/86 zu errichten - und warum gerade in Voßhagen?

Guski Vor allem wegen des auf unserem Grund befindlichen Ehrenfriedhofs mit den 44 Gräbern russischer Zwangsarbeiter. An diesem Ort sollte eine Kapelle für die Toten der Kriege aller Nationen und Glaubensrichtungen und als Mahnmal für den Frieden entstehen. Daneben sollte sie auch ideeller Ersatz für die kleine Kirche "Maria zur Mühlen" im Tal der Wupper in Krähwinklerbrücke sein, die 1977 der Wupper-Talsperre weichen musste. Es ging mir um einen Ort, an dem der Friedensgedanke deutlich wird.

Sind besondere Aktivitäten zum 30-jährigen Bestehen der Friedenskapelle geplant?

Guski Am Sonntag, 5. Juni, findet in Voßhagen ein Sommerfest mit Benefizkonzert für das Friedensdorf Oberhausen statt. Ich freue mich, dass wir für das Konzert das Orchester der Realschule Hückeswagen mit seinem Leiter Gerald Wasserfuhr gewinnen konnten. Auch das Friedensdorf wird mit einem Info-Stand vertreten sein.

Was bedeutet Ihnen die Kapelle?

Guski In der Einladung zum Sommerfest heißt es: "30 Jahre für den Frieden". Ich hoffe, dass es durch die Arbeit des Freundeskreises immer wieder gelingt, Menschen für das Thema wachzurütteln. Genauso wichtig ist für mich die Möglichkeit für jeden Einzelnen, sich jederzeit alleine an diesen Ort zurückziehen zu können. Hiervon zeugen auch die vielen persönlichen Einträge in den immer ausliegenden Leerbüchern. Abschließend ist es mir ganz wichtig zu betonen, dass nicht ich alleine die Kapelle errichtet habe und lebendig halte, sondern viele Freunde und Unterstützer dabei sind.

WOLFGANG WEITZDÖRFER FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
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