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Hückeswagen
Einbahnstraßen-Schilder in Kleineichen bleiben eingeklappt

Hückeswagen: Einbahnstraßen-Schilder in Kleineichen bleiben eingeklappt
Kleineichen präsentierte sich am Sonntagnachmittag unter einer dichten Schneehaube. Die Einbahnstraßen-Schilder (l.) waren aber nicht aufgeklappt. FOTO: Welp
Hückeswagen. So viel Schnee, wie seit langem nicht mehr, fiel am Wochenende auch in Klein-eichen. Die Siedlung versank wie das übrige Hückeswagen in der weißen Pracht.

Die von den Anwohnern befürchtete Einbahnstraßen-Regelung, die seit 2011 bei extremer Witterung seitens der Stadt vorgesehen ist, fiel jedoch aus. "Es war niemand vom Bauhof draußen, der die Einbahnstraßen-Schilder umgeklappt hat", berichtet Gerhard Welp. Der Anwohner und FDP-Ehrenvorsitzende kämpft seit sechs Jahren gegen diese Regelung und hätte sie am liebsten abgeschafft und die Schilder demontiert.

Weil es in der vor etwa 40 Jahren errichteten Wohnsiedlung wegen der inzwischen vielen Autos eng geworden ist, sieht die Stadt dort im strengen Winter die Einbahnstraßen-Regelung vor. Dafür wurden 23 entsprechende Klappschilder - auch auf dem Fürstenberg und dem Höchsten - angebracht: Liegt viel Schnee, soll der Verkehr nur noch in eine Richtung fließen, damit es nicht zu Behinderungen kommt.

Welp hält die Regelung, die in all den Jahren noch nicht in Kraft getreten ist, weiterhin "für Unsinn": "Autofahrer müssten nach links in die Untere Straße und dann nach rechts in die Waldstraße, um in den oberen Bereich der Jung-Stilling-Straße zu kommen", berichtet er. Das sei aber bei Schneefall schwierig und ein Umweg. Schon so müssten die Anwohner des oberen Wohngebiets mit viel Schwung von unten die steile Jung-Stilling Straße hochfahren.

Bereits 2103 hatte er bei der Stadt beantragt, dass die Klappschilder wieder entfernt werden und das in diesem Sommer wiederholt. Bürgermeister Dietmar Persian hatte im Bauausschuss Anfang September jedoch klar gemacht, dass sie hängen bleiben. Nicht zuletzt, weil die Demontage zu teuer wäre. "Welp: "Sie schon aufzuhängen war teuer."

Die Anwohner Kleineichens sowie die vom Fürstenberg und Höchsten müssen sich auch weiterhin auf eine Einbahnstraßen-Regelung einstellen, unterstreicht Michael Kirch, Fachbereichsleiter für Ordnung und Soziales: "Die ist nicht vom Tisch!" Allerdings werde sie erst dann eingerichtet, wenn die Schneemassen solche Ausmaße annehmen, dass die Räum-, Müll- und Rettungsfahrzeuge nicht mehr durchkommen. "Und so viel Schnee hatten wir am Wochenende nicht", betont Kirch. Im Ernstfall nimmt der Bauhof Kontakt mit dem Ordnungsamt auf, das dann die Order zum Umklappen der Schilder gibt.

(büba)
 
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