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Jüchen
Die Feuerwehr bekommt Verstärkung

Jüchen: Die Feuerwehr bekommt Verstärkung
Marcel Jülich (links) und Thomas Pesch (rechts) sind die neuen hauptamtlichen Mitarbeiter der Feuerwache, über deren Verstärkung Feuerwehrchef Heinz-Dieter Abels (Mitte) sehr froh ist. FOTO: Gundhild Tillmanns
Jüchen. Die Einsatzzahlen steigen weiter, vor allem bei den technischen Hilfeleistungen mit der Beseitigung von Ölspuren. Im hauptamtlichen Team sind zwei neue Mitarbeiter zur Entlastung der Freiwilligen im Tagesdienst eingestellt worden. Von Gundhild Tillmanns

Die Zahl der Einsätze steigert sich von Jahr zu Jahr bei der Freiwilligen Feuerwehr Jüchen. Vor allem für die technischen Hilfeleistungen - zumeist bei der Beseitigung von Ölspuren - werden immer mehr Zeit und vor allem auch Personal benötigt. Doch die Gemeinde Jüchen hat jetzt die Notbremse gezogen und das hauptamtliche Team in der Feuerwache mit zwei Mitarbeitern aufgestockt. Feuerwehrchef Heinz-Dieter Abels kann jetzt für die Tagesbereitschaft zwischen 7 und 17 Uhr auf Marcel Jülich und Thomas Pesch zurückgreifen, die sein Team mit Michael Schroeder und Thomas Uppenkamp komplettieren.

Bereits bis gestern zählte die Feuerwehr Jüchen in diesem Jahr insgesamt 302 Einsätze; im ganzen Jahr 2016 waren es 300 Einsätze. 88 Mal rückte die Feuerwehr zu tatsächlichen Bränden, aber auch zu Fehlalarmierungen aus. 185 technische Hilfeleistungen sind bis dato in diesem Jahr angefallen, davon 84 Ölspurenbeseitigungen. Zwölf Mal wurde der Rettungsdienst unterstützt. Einmal musste zum Beispiel ein Kranker mit der Drehleiter aus seinem Wohnhaus befördert werden, weil die Treppen zu steil für den Transport mit der Trage waren.

21 Mal wurde die Feuerwehr zur Tierrettung gerufen. Eine spektakuläre Katzenrettung gab es erst gestern. An der Otto-Hahn-Straße musste eine Katze, die in ein Garagentor eingeklemmt war, befreit werden. Im Vorjahr wurden insgesamt 212 technische Einsatze und davon 65 zur Ölspurenbeseitigung gezählt. Der Feuerwehrchef rechnet außerdem mit einer Aufgabenerweiterung, wenn die Autobahn 44n voraussichtlich im Sommer 2018 in Betrieb genommen wird. Es gebe bereits die Absprache mit der Feuerwehr Titz, die dann für die A 44n in Richtung Jackerath und die Jüchener Wehr entsprechend in die entgegengesetzte Richtung zuständig werden soll. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat laut Abels ihre Entscheidung dazu in Kürze angekündigt. Die Anschaffung des neuen Rüstwagens und die Aufstockung des hauptamtlichen Personals seien auch bereits im Hinblick auf die Übernahme der zusätzlichen Autobahnzuständigkeit geschehen, erläutert Abels. Der Feuerwehrchef verdeutlicht aber auch: "Die neuen Kollegen sollen in der Tagesbereitschaft unsere Freiwilligen entlasten." Denn für die Freiwilligen sei das zunehmende Einsatzaufkommen kaum noch zu schaffen. Um die vielen Ölspuren kümmern sich fortan in erster Linie Marcel Jülich und Thomas Pesch, die vor allem aber auch für die Drehleiter zuständig sind. Die muss in acht Minuten am Einsatzort sein und in einer Minute fahrbereit aus der Halle in der Hauptwache bereitstehen, wie Abels erläutert.

Jülich und Pesch waren zuvor beim Bauhof der Gemeinde Jüchen beschäftigt. Der 28-Jähriger Gierather und der 47-Jährige Grevenbroicher waren auch bereits in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv und aufgebildet. Im Zivilberuf sind Jülich Gas-und Wasserinstallateur und Pesch als Abwassermeister ausgebildet.

180 Freiwillige zählt die Feuerwehr Jüchen aktuell, darunter 14 Frauen. Und Abels hat das Ziel, den Frauenanteil auf zehn Prozent zu steigern. Zur Jugendfeuerwehr gehören 32 Jungen und Mädchen.

Quelle: NGZ
 
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