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Jüchen
Schützenverein wünscht sich ein Kinderkönigspaar

Jüchen. Um ihr Fest zukunftsfähig zu machen, wollen die Gierather Schützen stärker die jüngere Generation ansprechen.

Die Zukunftsfähigkeit ihres Vereins - dieses Thema beschäftigte den Bürgerschützenverein Gierath-Gubberath jetzt bei seiner Generalversammlung. Am Ende stand nicht allein der Beschluss, dass Präsident Ralf Kriesemer zusammen mit Schützenkönig Ludger Schroeder und seinem Vize Haggy Schroeder verstärkt an einem Konzept arbeiten soll, durch das sich die ganz junge Generation angesprochen fühlt. Es gab auch sehr konkrete Ideen. So verkündete Kriesemer: "Wir wünschen uns ein Kinderkönigspaar." Und offenbar wurden schon erste Schritte unternommen, denn er ergänzte: "Der Kindergarten in Gierath und Schulleiter Gero Müllers von der Lindenschule wurden bereits angesprochen. Wir haben sehr positive Resonanz bekommen."

Wie alle Vereine sieht sich der Bürgerschützenverein mit immer mehr Auflagen konfrontiert: "Uns galoppieren die Ausgaben davon", sagte Kriesemer dazu. Einstimmig votierte die Versammlung für eine Beitragsanpassung um zwei Euro pro Monat. Außerdem kamen alle Ausgaben des Vereins auf den Prüfstand, gleichzeitig wurde überlegt, wie die Veranstaltungen attraktiver gestaltet werden können. Kriesemer dazu: "Im Rahmen der Frühkirmes werden wir als festen Bestandteil der Festivitäten am 30. April einen ,Tanz in den Mai' mit einer sehr guten Band bieten, die die Veranstaltung so attraktiv macht, dass auch möglichst viele Besucher aus dem Umfeld zu uns kommen." Für den 1. Mai ist in Gierath-Gubberath keine Veränderung geplant, es gibt nach wie vor den Königsvogelschuss. An den Schützenfesttagen selbst soll für samstags und montags eine Band auf Top-Niveau verpflichtet werden, am Sonntag und Dienstag soll ein guter DJ auflegen. Den beiden "Musikbeauftragten" des Vereins, Bernd Bachmann und General Norbert Körfer, bescheinigt Kriesemer, "auch in der Vergangenheit richtig gute Bands beschafft" zu haben. "Ich bin sicher, dass ihnen das weiterhin gelingt."

Ein großes Problem sind Sachbeschädigungen und Diebstähle. So fehlt bereits seit Sommer der zweite Scheinwerfer zur Beleuchtung des Kirchturms - er wurde gestohlen. Bis jetzt sah sich der Verein nicht in der Lage, ihn zu ersetzen. Umso erfreuter berichtet der Präsident von einer spontanen Hutsammlung in der Versammlung. "Außerdem sagte Bernd Bachmann zu, dass der Förderverein die eventuell noch fehlende Summe beisteuert, um den Scheinwerfer zu ersetzen."

(kvm)
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