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Kaarst
SPD macht Integration zum Schwerpunkt-Thema

Kaarst: SPD macht Integration zum Schwerpunkt-Thema
Neujahrsempfang der Kaarster Sozialdemokraten (v.l.): FDP-Ratsfrau Uschi Baum, SPD-MdL Ybo Yetim und SPD-Fraktionschefin Anneli Palmen. FOTO: salz
Kaarst. Beim Neujahrsempfang warb Gastredner Ybo Yetim dafür, rechtzeitig in die Flüchtlings-Integration zu investieren.

In Kaarst leben inzwischen mehr als 750 Flüchtlinge. Um deren Integration ging es jetzt beim Neujahrsempfang der Kaarster Sozialdemokraten. Die Partei lud zum Start ins neue Jahr den integrationspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Ybo Yetim, ein. Er betonte vor den rund 100 Parteifreunden und Gästen: "Die Geschichte zeigt, dass wir nicht davon ausgehen können, dass die Menschen eines Tages wieder zurück in ihr Heimatland gehen."

Ybo Yetim stammt selbst aus einer Familie, die zu Zeiten der Gastarbeiter-Welle in den 1960er und 1970er Jahren aus wirtschaftlichen Gründen aus der Türkei nach Deutschland gekommen war. "Für die Integration der Flüchtlinge müssen alle politischen Ebenen zusammenarbeiten", sagte Yetim. Der integrationspolitische Sprecher erklärte beim Neujahrsempfang mit Bezug zu den Sex-Attacken am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht, dass es wichtig sei, zwischen Flüchtlingen und Straftätern zu unterscheiden. "Wir müssen sauber trennen", sagte er. Flüchtlinge, die straffällig würden, wolle er in Deutschland nicht haben.

Uschi Baum fügte als stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Kaarst hinzu, dass die Geschehnisse in der Silvesternacht vielen der Neuankömmlinge peinlich seien. "Wir dürfen nicht vergessen, dass viele gut ausgebildete Menschen unter den Flüchtlingen sind. Wir müssen sie so fit machen, dass sie eines Tages die Rente unserer Kinder und Enkel zahlen können", sagte Baum.

Neben Yetim und Baum waren beim Neujahrsempfang der SPD auch Landtagsabgeordneter Hans Christian Markert (Grüne), Lars Christoph (CDU) sowie zahlreiche Vereinsvertreter dabei. SPD-Fraktionsvorsitzende Anneli Palmen begrüßte etwa die Pfarrer Peter Seul und Martin Pilz. "Integration funktioniert nur mit guter Vernetzung", betonte Pilz, der von einer "großen Herausforderung" sprach. Ohne die vielen Ehrenamtler - da waren sich alle Gäste beim Empfang einig - sei die nicht zu bewältigen.

(cka)
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