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Stadt Kempen
Realschüler spenden für den guten Zweck

Stadt Kempen: Realschüler spenden für den guten Zweck
Gemeinsam mit den Spendenempfängern und Bürgermeister Volker Rübo präsentierten sich die Jetzt-Neuntklässler gestern auf dem Schulhof. FOTO: kaiser
Stadt Kempen. Gestern wurde der Erlös des Sozialen Tages übergeben. 5400 Euro kamen zusammen und gingen an die Afrikahilfe, die Kempener Tafel und das Tierheim. Die Schüler haben nach eigenem Bekunden wertvolle Erfahrungen gemacht. Von Heiner Deckers

Die stolze Summe von 5400 Euro kam beim diesjährigen Sozialen Tag der Erich Kästner Gesamtschule zusammen. Mitte Mai haben rund 150 Achtklässler einen Tag gearbeitet und den Lohn für einen guten Zweck gespendet. Gestern wurden die Gelder verteilt - an die Afrikahilfe, die Kempener Tafel und das Mathias-Nelen-Tierheim. "Das ist ein Projekt mit Gewicht, zu dem Ihr einen Beitrag geleistet habt", sagt Sozialarbeiterin Mira Dugal-Klahre an die Schüler gewandt.

Bürgermeister Volker Rübo ist von Beginn an Schirmherr der Aktion: "Hut ab, was Ihr in den letzten Jahren geleistet habt", betont er. Die Schüler hätten sich die Spendenempfänger selber ausgesucht und dabei erfahren, wie groß die Not und die Hilfsbedürftigkeit vielerorts sind. "Setzt euch weiterhin für eure Mitmenschen ein", appelliert er an die Jetzt-Neuntklässler und zitiert Thomas von Kempen: "Lindert die Not in der Welt."

1080 Euro gehen an das Tierheim. Norbert Jansen, ehrenamtliches Mitglied der Geschäftsführung, führt den Schülern vor Augen, dass die Mitarbeiter Tag für Tag im Einsatz sind, auch an Sonn- und Feiertagen: "Die Tiere müssen immer versorgt werden." Mit der Spende, so Jansen, werde man dringend notwendige Schutzhütten für das Freigehege anschaffen. Er lädt die Schüler ein, sich das Tierheim einmal selber anzusehen.

Für die Tafel nimmt Bruno Wrede 1620 Euro entgegen. Zurzeit sei die Tafel sehr gefordert, auch wegen der Flüchtlinge. Allein im August habe man an rund 800 Personen Lebensmittel und Kleidung ausgegeben. Die Bereitschaft, der Tafel Lebensmittel zur Verfügung zu stellen, sei in Kempen groß. Es handele sich in der Regel um Ware, die die Mindesthaltbarkeitsdauer überschritten habe, aber noch von einwandfreier Qualität sei. Die Spende der Realschüler werde man für eine Erweiterung der Kühlanlage verwenden. Auch Wrede lädt die Schüler ein, sich die Arbeit der Tafel einmal vor Ort anzuschauen.

Das ist bei der Afrikahilfe nicht so einfach, räumen Christiane und Rainer Hamm ein. Als Direkthilfe werde man Mais und Kartoffeln nach Afrika schicken, "damit die Kinder etwas zu essen haben". Andererseits werde man auch für Nachhaltigkeit sorgen: Bei ihrem nächten Afrikaaufenthalt im November wollen sie mit den Kindern Bäume pflanzen, eine Kochstelle einrichten und Geschirr kaufen. Ihren herzlichen Dank verbinden Christiane und Rainer Hamm mit einem Appell an die Schüler: "Bleibt neugierig und sozial."

Die Klassensprecher der neunten Klassen berichten abschließend über ihre ganz persönlichen Erinnerungen, die sie an den Sozialen Tag haben. Pasquale hat in einem Floristikbetrieb gearbeitet und spricht gleich für den kompletten Jahrgang: "Wir alle haben wertvolle Erfahrungen gemacht, die wir auf keinen Fall mehr missen wollen." Pauline hat in der Grundstücksverwaltung ihrer Tante das Archiv aufgeräumt, Janina hat im Kino gearbeitet und dabei interessante Blicke hinter die Kulissen geworfen, Walter hat Autoglas ein- und ausgebaut. Bei den Firmen ist der Soziale Tag fast ein Selbstläufer. Fast alle kennen ihn inzwischen. Wer ihn noch nicht kennt, aber Interesse hat, im Mai kommenden Jahres für einen Tag einen Schüler einzustellen, kann sich in der Realschule melden. Dort findet der Soziale Tag im kommenden Jahr letztmalig statt, weil es danach keine achten Klassen mehr gibt. Die Gesamtschule, kündigte Schulleiterin Siggi Strohe an, werde den Sozialen Tag dann weiterführen.

Quelle: RP
 
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