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Stadt Kempen
Schulcampus: Sanierungen starten 2018

Stadt Kempen. Die Stadt Kempen hat das Krefelder Architekturbüro Detlev Worrings mit Planungen für erste dringende Sanierungen an den Gebäuden der weiterführenden Schulen beauftragt. Die Umsetzung soll ab dem kommenden Jahr erfolgen. Von Andreas Reiners

Es ist eines der größten Bauvorhaben für die Stadt Kempen in den kommenden Jahren. Unter dem Stichwort "Schulcampus Kempen" hatte die Stadtverwaltung zwei Architekturbüros mit einer detaillierten Bestandsaufnahme der Gebäude der weiterführenden Schulen in der Stadt beauftragt. Außerdem sollten die Experten Vorschläge für Sanierungsmaßnahmen machen und dabei auch vordringliche Projekte benennen. Schließlich sollen die Planungsbüros auch Wege aufzeigen, wie in den kommenden Jahren die bestehenden Gebäude so ertüchtigt werden können, dass sie auch künftigen pädagogischen Herausforderungen gewachsen sind. Bei dem Gesamtprojekt sind auch die Schulleitungen mit im Boot.

Mitte Juni hatten die beiden Architekturbüros pbs aus Aachen und gpe-Projekt aus Meschede im Sauerland ihre Analysen und Vorschläge der Politik in einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Schulausschuss vorgestellt. Vor allem das Büro pbs hatte dabei dringende Sanierungsmaßnahmen benannt. Sie konzentrieren sich in erster Linie auf fehlende zweite Rettungswege, die für Schulgebäude mittlerweile vorgeschrieben sind, und auf das Thema Brandschutz.

Mittlerweile hat das Hochbauamt das Krefelder Architekturbüro Detlev Worrings in die Planungen eingebunden. Worrings hatte bereits bei den Planungen für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Tönisberg und für den Neubau des Gerätehauses des Löschzuges in Schmalbroich gute Arbeit geleistet. Nanni Schröder, als Architektin im städtischen Hochbauamt für das Schulcampus-Projekt zuständig, stellte am Montagabend im Bauausschuss erste Vorhaben für die beiden Gymnasien, die Real- und die Gesamtschule sowie die Hauptschule vor. Dafür erarbeitet das Büro Worrings nun spezielle Planungskonzepte. Es geht um zusätzliche Rettungswege - etwa neue Außentreppen - oder neue Brandmeldeanlagen. Für einzelne Vorhaben hat Worrings schon grobe Kostenkalkulationen vorgelegt. Mit den eher kleineren Projekten sollen vor allem die Sicherheitsstandards der Schulgebäude an moderne Erfordernisse angepasst werden.

Daneben laufen die Arbeiten der beiden anderen von der Stadt beauftragten Architekturbüros an einem Gesamtkonzept zur Modernisierung der weiterführenden Schulen in Kempen unvermindert weiter. Wie Nanni Schröder im Ausschuss mitteilte, rechnet das Hochbauamt mit der Vorlage eines entsprechenden Planungskonzeptes inklusive Raumprogramm für das erste Quartal 2018. Die Politik ist bei dem Projekt über eine Lenkungsgruppe eingebunden, Bau- und Schulausschuss werden regelmäßig über den aktuellen Planungsstand informiert.

Inzwischen fertig gestellt sind - wie bereits berichtet - die beiden neuen Aufzüge an den Gebäuden, die von Real- und Gesamtschule gemeinsam genutzt werden. Hier sind allenfalls noch kleinere Restarbeiten zu erledigen, wie Nanni Schröder im Bauausschuss erklärte. Die Aufzüge sind übrigens nur für gehbehinderte Lehrer und Schüler, Inklusionshelfer und ausgewähltes Lehrpersonal per Schlüssel in Gang zu setzen. Andere Schüler müssen weiterhin die bestehenden Treppenhäuser benutzen.

Aber nicht nur bei den weiterführenden Schulen kommt Bewegung in das Projekt Modernisierung. Auch in Grundschulen hat das Hochbauamt zuletzt in den Sommerferien diverse Bauvorhaben realisiert. Wie Amtsleiter Christian von Oppenkowski im Bauausschuss unter anderem erläuterte, wurden einzelne Klassenräume renoviert, der Kanal im Außengelände der Realschule weiter saniert oder die Notstromversorgung und Sicherheitsbeleuchtung in der Dreifachturnhalle repariert. In den Herbstferien sollen die Astrid-Lindgren-Schule und die Grundschule St. Hubert neue Außentreppen als zusätzliche Rettungswege erhalten.

Quelle: RP
 
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