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Stadt Kempen
Seidige Stimme aus Transoxanien

Stadt Kempen. In der Weltmusik-Reihe ist am Mittwoch, 22. November, 20 Uhr die Sängerin Gulzoda aus Usbekistan in der Paterskirche zu hören. Gulzoda Khudoynazarova wird von Bekzod Safarov, Dutar, Tanbur , und Farruh Vohidov, Gijak, begleitet.

Transoxanien ("Land jenseits des Oxus") ist die Heimat der Sängerin Gulzoda - es ist die Region, die zwischen den beiden Strömen Amudarja (antiker Name: Oxus) und Syrdarja liegt und heute größtenteils zu Usbekistan gehört. Zu den bekanntesten Städten dieser Region zählten die sagenumwobenen Metropolen Samarkand und Buchara. Gulzoda stammt aus Buchara, und sie studierte an der dortigen Universität traditionellen Gesang und Shashmaqam, die klassische Musik Mittelasiens, die 2003 von der UNESCO auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde.

Bereits als Studentin war sie bei mehreren Musikwettbewerben erfolgreich, und nach ihrem Aufbaustudium am staatlichen Konservatorium in der Hauptstadt Taschkent trat sie regelmäßig in wichtigen Konzerthäusern auf. 2003 erhielt sie den Nihol Award für klassischen Gesang sowie den Yunus Radjabi Preis (benannt nach dem großen Musiker Yunus Radjabi, 1887-1976, der u. a. mehr als tausend usbekische Lieder sammelte und aufnahm).

Sie gehört als festes Mitglied dem Yunus Radjabi Makam Ensemble an, welches in Usbekistan regelmäßig bei wichtigen Anlässen wie etwa dem nationalen Unabhängigkeitstag oder dem Frühlingsfest "Navruz" auftritt.

Mit ihrer nuancenreichen Stimme und einer außerordentlichen Bühnenpräsenz überzeugt Gulzoda nicht nur die Kenner in ihrer Heimat, sondern zunehmend auch ein westliches Publikum, so etwa zuletzt 2016 bei der Weltmusikmesse Womex in Spanien.

Karten für 6,50 (4) Euro an der Kasse im Kulturforum, Burgstraße 19, Kempen, Tel. 02152 917-264. Online über www.kempen.de (Veranstaltungen der Kulturszene Kempen).

Quelle: RP
 
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