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Kevelaer
Flüchtlinge: Jugendherberge bald wieder frei

Kevelaer. Schon ab Februar soll der normale Betrieb in der Jugendherberge in Schravelen wieder losgehen. Der Bau wird freigezogen.

Bald dürfte die Jugendherberge in Schravelen wieder für Reisende und Ausflügler da sein. Die Stadt Kevelaer geht davon aus, dass der Bau nur noch in diesem Monat als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird. "Unsere letzter bekannter Stand ist, dass die Jugendherberge zum 31. Januar freigeräumt wird und ab 1. Februar für den normalen Dienst zur Verfügung steht", sagt der Kevelaerer Flüchtlingskoordinator Heinz-Josef Theunissen. Es sollen für Februar und März sogar schon wieder Buchungen möglich gewesen sein.

Die Jugendherberge wird derzeit als Notunterkunft des Landes Nordrhein-Westfalen betrieben, die Platz für bis zu 140 Personen bietet. Die Stadt Kevelaer ist also nicht für sie verantwortlich.

Die Schließung passt zu den Plänen der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Diese hat angekündigt, Notunterkünfte, die nicht mehr als 200 Menschen aufnehmen können, zugunsten deutlich größerer Zentraler Unterbringungseinrichtungen aufzugeben. Dadurch würden dann auch Turnhallen wieder frei, in denen derzeit noch Geflüchtete behelfsmäßig unterkommen müssen. Die Tennishalle in Goch allerdings, die die Stadt gekauft hat, um sie als Notunterkunft anzubieten, wird vermutlich noch etwas länger genutzt. Bürgermeister Ulrich Knickrehm teilte auf RP-Anfrage mit: "Die Nutzung war uns vom Land für eine bestimmte Nutzungsdauer zugesagt; wir gehen davon aus, dass das Land die Zusage auch erfüllt. Eine gegenteilige Aussage haben wir bislang nicht." Die Bezirksregierung Düsseldorf erklärt, die Laufzeit sei bis Oktober vereinbart.

Unabhängig davon, wie es mit Notunterkünften und Zentralen Unterbringungseinrichtungen weitergeht, werden die Asylsuchenden letztendlich auf die Gemeinden verteilt. Die Stadt Kevelaer ist derzeit für 460 Personen dauerhaft zuständig und geht davon aus, dass die Zahl wachsen wird. Derzeit wird eine umgebaute Halle an der Weststraße in Winnekendonk neu belegt, weitere Mobilheime für die Ladestraße sind geordert. Das ehemalige Jugendheim "Kompass" wird umgebaut, und es ist geplant, das Sporthotel Schravelsche Heide zum Flüchtlingsheim zu machen.

(szf/nik)
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