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Kleve-Materborn
Auf den Spuren der Spenden

Kleve-Materborn: Auf den Spuren der Spenden
Die Schule und ihre Schüler. Die Holzhütten im Hintergrund werden von den Projekthelfern abgerissen und durch stabilere Bauteile ersetzt. FOTO: privat
Kleve-Materborn. Der Abiturient Johannes Jacobs reist nach Uganda, um dort beim Aufbau einer Schule zu helfen. Neben seinem Beitrag für das Projekt, will er auch erfahren, wie die in Deutschland gesammelten Gelder vor Ort eingesetzt werden. Von Werner Stalder

"Ich habe mich entschieden, mit nach Uganda zu fahren, weil ich zum einen schon länger daran gedacht habe, ins Ausland zu gehen und Menschen zu unterstützen, die es wirklich benötigen", sagt Johannes Jacobs aus Materborn.

"Zum anderen finde ich das Gefühl komisch, wenn man für einen guten Zweck spendet und im Endeffekt nicht weiß, wo das Geld hingeht und was damit gemacht wird."

Hier geht's hin: Johannes Jacobs freut sich auf seinen Einsatz in Uganda. FOTO: Gottfried Evers

Das Projekt, das der 19-jährige Abiturient unterstützen möchte, trägt den Namen "Schule statt Straße" und wird von der Rhein-Donau-Stiftung e.V. in Köln getragen. Diese Organisation ermöglicht es Abiturienten und Studenten, für drei Wochen nach Uganda zu fahren und dort zusammen mit einheimischen Studenten, unter Anleitung von Fachkräften, eine Dorfschule zu bauen. In diesem Jahr nehmen junge Menschen aus Kenia, Uganda und Deutschland an dem Projekt teil.

Gebaut wird in dem Dorf Kimbo, rund 80 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt. Dort gibt es derzeit nur einen Bretterverschlag, der von den rund 200 Jungen und Mädchen als Schule genutzt wird.

Alles wird in Handarbeit mit einfachen Werkzeugen ausgeführt. Johannes Jacobs erzählt, dass die Freiwilligen, die die Schule bauen, drei Wochen lang unter den alltäglichen Bedingungen der dort lebenden Menschen wohnen werden. "Elektrizität steht, wenn es gut geht, nur für wenige Stunden zur Verfügung", weiß der Materborner. Somit sei es für ihn zusätzlich eine wertvolle Erfahrung, ohne den Überfluss in Deutschland zu leben und zu arbeiten.

"Das Projekt steht und fällt mit den Spenden, die es bekommt. Das Baumaterial für die Schule wird vor Ort eingekauft und unterstützt damit gleichzeitig die dortige Wirtschaft." Johannes Jacobs findet es toll, nicht nur zu spenden, sondern selber hinzufahren und mitzuhelfen.

"Es ist mir durchaus bewusst, wie wichtig Spenden sind, jedoch war es schon länger mein Traum, richtig mitzumachen und selber derjenige zu sein, der nach Afrika fährt und so Kindern eine Zukunft ermöglicht", betont der junge Abiturient: "Dabei sein, das ist mein Wunsch gewesen, der mit diesem Projekt in Erfüllung geht." Darüber hinaus sieht er noch einen Vorteil, dass er nicht wie gewöhnlich für ein Jahr, sondern nur für drei Wochen ins Ausland geht. "Dafür nutze ich die freie Zeit zwischen Abitur und Studium, die sich hervorragend anbietet und somit auch noch einen Sinn bekommt", sagt der Materborner Johannes Jacobs, den inzwischen das Reisefieber gepackt hat.

Dankbar ist der Uganda-Helfer für Spenden auf das folgende Konto:

Rhein-Donau-Stiftung e.V. HypoVereinsbank München BIC: HYVEDEMMXXX - IBAN DE 11 7002 0270 0002 6694 80 - Stichwort: Schule statt Straße - Uganda 2015.

Quelle: RP
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