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Kleve
"Harte Hunde" retten Tiere im Fernsehen

Kleve: "Harte Hunde" retten Tiere im Fernsehen
FOTO: VOX / Ralf Jürgens
Kleve. Der ehemalige Kampfsportler Ralf Seeger aus Kleve geht wieder auf Sendung - diesmal für den Tierschutz. Mit seinem Team baut er ein Heim für verhaltensauffällige Hunde um. Folgen werden an den Adventswochenenden ausgestrahlt. Von Natalie Urbig

Ihr Auftreten ist hart, sie sind muskulös, ihre Körper sind über und über mit Tätowierungen bedeckt: Sie sind ehemalige Boxer und Ringer - "harte Hunde" wie sie der Fernsehsender Vox nennt. Und doch haben die Männer einen weichen Kern: Sie teilen ihr Herz für Tiere. "Wir sind Riesenklötze mit Riesenempathie", sagt Leitwolf Ralf Seeger, selbst 1,92 Meter groß und 110 Kilo schwer. Bekannt wurde er durch seinen Kampfsport, war Fremdenlegionär und ist Personenschützer.

Schon seit vielen Jahren setzt sich der 53-Jährige aber auch leidenschaftlich für Tiere ein. 2011 gründete der überzeugte Vegetarier den Verein "Helden für Tiere." "Da sind die Jungs alle involviert", sagt er über sein Team mit dem er nun ein neues Fernsehprojekt begonnen hat. Schon in der Vergangenheit wurden die "Helden" bei ihren Einsätzen von der Kamera begleitet. Auf Vox konnten Zuschauer im Haustiermagazin "HundKatzeMaus" so etwa schon verfolgen wie die Männer in Rumänien und Ungarn Tierheime sanierten und Futterspenden brachten. Nun standen Seeger und seine "Jungs" für Vox erneut vor der Kamera: "Harte Hunde - Ralf Seeger greift ein", heißt seine eigene TV-Doku, die vor gut zwei Jahren mit vier Folgen gestartet ist. Seeger und die Mitglieder seines Tierschutzvereins renovieren darin Tierheime, Gnadenhöfe und Auffangstationen. Für die neue Staffel waren sie zuletzt bei der "Hellhound Foundation" im Einsatz

Die Einrichtung in Niedersachsen nimmt verhaltensauffällige Hunde auf, die andernfalls eingeschläfert oder weggesperrt würden. Durch eine Sendung im WDR wurde der Kranenburger auf die Station aufmerksam: "Es ist wahnsinnig gut, dass es sie gibt." Die Schicksale, die Ralf Seeger während des Dreh begegnet sind, gehen ihm nah: "Das Übel ist der Mensch und die Tiere zahlen dafür", sagt er. Nicht immer sei das Arbeiten mit den Vierbeinern leicht gewesen. "Wir mussten ständig aufpassen in welches Gehege wir gehen, da die Hunde nicht alle so geschmeidig sind", sagt er. Und doch hat er viel Verständnis für sie: "Jedes von den Tieren hat eine harte Vita, jedes hat viel mitgemacht." Das sieht Ralf Seeger als Brückenschlag: "Bei meinen Jungs und mir ist es ähnlich gewesen", sagt er. "In einigen Fällen erkennt man sich selbst wieder, es ist wie ein Deja Vu", sagt der Mann, der ebenfalls auf eine bewegte und nicht immer leichte Vergangenheit zurückblicken kann. Dazu gehören Zeiten, in denen er das Gesetz nicht ganz so genau nahm und auch in einer Strafanstalt war.

Sechs Tage lang dauerten die Dreharbeiten in Hörpel, mehr als zwölf Stunden waren Seeger und seine Männer im Einsatz. Im Regen und bei Temperaturen um die 6 Grad restaurierten sie das in die Jahre gekommene Gelände, entkernten Räume, reparierten Dächer und legten Kanäle. Ein Knochenjob, doch für Seeger und seine Crew kein Problem: "Wir sind gestandene Männer, die nicht so schnell schlapp machen." Nun sind auch die letzten Szenen im Kasten. Ralf Seeger ist die Kamera längst gewohnt: Der ehemalige Kampfsportler spielte schon in mehreren Fernsehserien mit, trat in TV- Formaten wie "Die Mädchengang" als Anti-Gewalttrainer auf und war im Kinofilm "BloodRayne III" zu sehen. Aber auch der Tierschutz spielt im Leben des 53-Jährigen eine große Rolle: "Ich habe mich immer schon dafür interessiert", erzählt Seeger, "für mich war immer klar, dass ich mich, wenn ich aktiv mit dem Sport aufhöre, dem Tierschutz widme."Und so hofft er für die Zukunft, dass aus dem Format "Harte Hunde - Ralf Seeger greift ein" eine feste Serie wird, in denen die "Helden für Tiere" immer wieder Tierheime und Gnadenhöfe umbauen. Gespräche über eine Fortsetzung seien mit Vox schon geführt worden. Die gerade abgedrehten Folgen werden jeden Samstag an den Adventswochenenden auf Vox zu sehen sein

Quelle: RP
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