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Lokalsport
Auf- und Abstieg auf der Niederrhein-Ebene

Kleve. Betroffen sind davon auch die Fußball-Landesligisten 1. FC Kleve, SV Viktoria Goch und SV Hönnepel-Niedermörmter II. Von Reinhard Pösel

Die Zeit der Abrechnung hat begonnen. In den Ligen zwischen der Regionalliga- und Bezirksligaebene sind es maximal noch drei Spieltage, dann ist geklärt, wer in den berüchtigten sauren Apfel beißen und absteigen muss. Oder aber wer in das feinperlige Nass der Aufstiegsfeier eintauchen darf und sich in der kommenden Saison eine Spielklasse höher bewähren darf. Dabei gibt es die direkten Absteiger, die direkten Aufsteiger und eine dritte Spezies von Mannschaften, die nach dem Schluss der Meisterschaftsrunde noch hoffen darf, über eine Relegation entweder die Saison mit dem Aufstieg vergolden beziehungsweise dem Abstiegstod im letzten Moment doch noch eine lange Nase drehen zu können.

Auf der Verbandsebene (Bezirksliga, Landesliga, Oberliga) hängt viel davon ab, wie viele Mannschaften aus der Regionalliga West in die Oberliga Niederhein absteigen werden. Der aktuell wahrscheinlichste Fall geht mit der SSVg. Velbert und dem FC Kray von zwei Mannschaften aus. Die Elf aus dem Essener Stadtteil Kray ist schon abgestiegen, wo hingegen Velbert bis gestern noch hoffen durfte, in den ausstehenden Ligaspielen den Rückstand auf den SV Rödinghausen noch aufholen zu können.

Bei zugrunde gelegten zwei Absteigern aus der Regionalliga West in die Oberliga Nordrhein griffe die Auf- und Abstiegsregelung zwischen Ober- und Bezirksliga dann so wie nebenstehend dargestellt. Das hieße beispielsweise für den derzeitigen Landesliga-Tabellenführer 1. FC Kleve, dass er auch über den zweiten Tabellenplatz und der erfolgreich bestandenen Relegation mit dem Tabellenzweiten der anderen Landesliga-Gruppe ebenfalls in die Oberliga aufsteigen könnte. Das Entscheidungsspiel wird in Hin- und Rückspiel nach dem Europapokal-Modus ausgetragen, wobei die auswärts erzielten Tore bei einem Gleichstand doppelt zählen. Kleiner Nachteil dabei: die erste Begegnung würde auf dem Bresserberg ausgetragen werden.

Die zweite Relegation verkettet Landes- und Bezirksliga miteinander. Gespielt wird diese im bereits festgelegten K.o.-Modus mit acht Mannschaften. Dazu gehören die Tabellen-Zweiten aus den sechs Bezirksliga-Gruppen und zwei Tabellen-15. aus den Landesligen. Diesen Platz belegt in der hiesigen Landesliga-Gruppe VSF Amern. Viktoria Goch hat sieben Punkte, SV Hö.-Nie. II acht Punkte Rückstand bei noch drei auszutragenden Spielen. Das reicht für beide dann wohl doch nicht mehr zu einem Hoffnungsschimmer auf der Zielgeraden der Saison.

Gestern nun hat der vorletzte Spieltag in der Regionalliga West stattgefunden. Und dieser hat die Gewissheit gebracht, dass neben dem FC Kray auch die SSVg. Velbert zurück in die Oberliga Niederrhein müssen. Während Velbert seine Begegnung bei der U 23 von Borussia Dortmund erwartungsgemäß mit 0:3 verlor, gewann der SV Rödinghausen seine Partie gegen Absteiger TuS Erndtebrück mit 0:4.

Die Unwägbarkeiten auf der Zielgeraden der Saison sind also weniger geworden, ein paar allerdings stecken immer noch drin. Und daran hat auch der 1. FC Kleve seinen Anteil. In den drei noch ausstehenden Spielrunden muss sich die Mannschaft von Trainer Thomas von Kuczkowski auf heimischem Grund noch zweimal bewähren: am kommenden Sonntag empfangen die Rot-Blauen den 1. FC Viersen, am letzten Spieltag kommt der spielstarke Duisburger SV 1900 in die Volksbank-Arena. Und was passiert dazwischen? An diesem Wochenende kommt es zum Topspiel der Klever bei einem ihrer schärfsten Rivalen um den Oberliga-Aufstieg, dem FSV Duisburg.

Ein Finale, das eine Woche später zusätzliche Brisanz dadurch erfährt, weil der FSV Duisburg am letzten Spieltag beim VfB Homberg antreten muss. Wenn das nicht Höhepunkte für die hiesigen Fußballanhänger sind?

Quelle: RP
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