| 00.00 Uhr

Lokalsport
Für Kleve heißt es Sekt oder Selters

Lokalsport: Für Kleve heißt es Sekt oder Selters
Während der Klever Niklas Klein-Wiele (links) den Ball vor seinem Duisburger Gegenspieler abschirmt, sucht er schon die nächste Anspielstation. FOTO: Jürgen Venn
Kleve. Fußball-Landesliga: Zum letzten Meisterschaftsspiel der Saison empfängt der 1. FC Kleve den Duisburger SV 1900. Um auf den Relegationsplatz zu springen, muss der 1. FC Kleve die morgige Partie gewinnen. Anstoß ist um 15 Uhr. Von Reinhard Pösel

Von der Atmosphäre her gesehen war das Spiel am vergangenen Sonntag zwischen dem 1. FC Kleve und FSV Duisburg für alle Beteiligten ein beeindruckendes Erlebnis: für die Aktiven und Verantwortlichen beider Mannschaften sowieso, aber auch für die gut und gerne 1000 Zuschauer, die bei angenehmen äußeren Bedingungen einfach nur gekommen waren, um bei einem wichtigen Fußball-Landesligaspiel um den Aufstieg in die Oberliga dabei zu sein.

Dass am Ende des Tages nicht beide Mannschaften auf einer rosa-roten Wolke schweben würden, war nach 60 Minuten klar. "Uns ist es gelungen, zum richtigen Zeitpunkt die Tore zu erzielen", sagte Duisburgs Trainer Günter Abel, der aber zu bedenken gab, dass für seine Mannschaft mit dem 2:0-Sieg gegen Kleve nichts entschieden sei. FSV-Torwart Dennis Grüger warf ein, dem FSV bliebe gar nichts anderes übrig, als das letzte Spiel beim punktgleichen Tabellenführer VfB Homberg zu gewinnen. Parallel dazu spielt der in der Tabelle derzeit um zwei Punkte schlechter gestellte 1. FC Kleve auf heimischem Grund gegen den Duisburger SV 1900. Um vom Ausgang der Begegnung in Homberg zu profitieren, müssen die Blau-Roten morgen Nachmittag gewinnen - otimal wäre mit zwei Toren Unterschied.

FC-Trainer Thomas von Kuczkowski wollte gestern vor dem Abschlusstraining noch keine Aussage darüber treffen, wie seine Spieler mit der Situation, gegen Duisburg 1900 unter allen Umständen gewinnen zu müssen, am Sonntag umgehen werden. Das Erreichen des zweiten Tabellenplatzes und damit der Entscheidungsspiele gegen den Cronenberger SC, Zweiter der anderen Landesligagruppe, ist für den 1. FC Kleve die letzte Möglichkeit, der Saison noch eine erfreuliche Wende zu geben. Der Klever Trainer könne nur hoffen, dass diesmal alle Spieler an einem Strang zögen, damit man nicht hinterher zu der Erkenntnis kommen müssen, dass über ein größeres Engagement mehr möglich gewesen wäre.

Von Kuczkowski ärgert es noch immer, dass seine Elf in Duisburg-Marxloh nicht mehr erreicht hat. Er hat allerdings recht, wenn er anmerkt, dass an dem besagten Tag und mit der gezeigten Leistung der Gegner nicht zu packen gewesen sei. Er verspricht, bestimmte Vorkommnisse wie in Duisburg sich nicht noch einmal bieten zu lassen. "Ich habe die Spieler, die mich beim FSV Duisburg enttäuscht haben, unter der Woche ins Gebet genommen und ihnen klar gemacht, was ich morgen Nachmittag von ihnen erwarte", sagt von Kuczkowski. Er war sich bereits gestern sicher, dass sein Geduldsfaden nicht sehr lang sein werde, wenn es gegen den Duisburger SV 1900 nicht in dem vorher besprochenen Sinne laufen sollte. Alternativen gebe es auf der Klever Bank einige.

Gegenüber dem vergangenen Sonntag werden die Zuschauer in der Volksbankarena auf Seiten des Gastgebers ohnehin eine personell veränderte Anfangsformation erleben. So wird Marcel Haeger, der zuletzt auf der rechten Außenposition der Klever Viererkette eingesetzt wurde, wegen einer Erkrankung nicht zur Verfügung stehen. Für ihn rückt der junge Lukas Erhardt nach, der es in seinem ersten Seniorenjahr beim Klever Landesligisten bis dato auf 24 Einsätze gebracht hat und von Anfang an durch sein freches Abwehrverhalten und seinen mutigen Offensivdrang überzeugen konnte. Auch Fabio Forster, der nach seinem Wadenbeinbruch und seiner Bänderverletzung im Winter gegen den FSV Duisburg die ersten 30 Minuten wieder gespielt hatte, wird morgen von Anfang an dabei sein. Auch wenn der FC-Kapitän die bedingungslosen Zweikämpfe verständlicherweise noch scheut, sollte seine Anwesenheit bereits mehr Ordnung im defensiven Mittelfeld versprechen.

Was die Klever Mannschaft aus ihren Möglichkeiten macht, wird man morgen gegen 16.45 Uhr wissen. Die FC-Verantwortlichen hoffen auf ein erfreuliches Ende, wollen sie sich doch mit ihren Anhängern anschließend noch auf ein Freibier treffen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Für Kleve heißt es Sekt oder Selters


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.