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Lokalsport
Grundschüler: Karussell der Sportarten

Lokalsport: Grundschüler: Karussell der Sportarten
Klever Grundschulkinder hatten viel Spaß beim Kanu-Fahren. FOTO: Markus van Offern
Kleve. Dass Sport als Freizeitbeschäftigung für Kinder wichtig und förderlich für ihre Entwicklung und ihre Gesundheit ist, diese Tatsache ist unbestritten. Jedoch fällt es oft nicht leicht die richtige Sportart für die individuellen Neigungen und Fähigkeiten zu finden, den Kontakt zu Vereinen herzustellen oder die sportliche Aktivität in den Schulalltag einzubauen. Von Antje Thimm

Ein Pilotprojekt mit dem Titel "Sportkarussell" hat jetzt Klever Grundschulkindern ermöglicht, vier verschiedene Sportarten kennenzulernen: Judo, Tennis, American Football und Kanu-Fahren. Wie Sarah Ising vom Kreissportbund Kleve mitteilt, kooperierten dabei die Montessori-Grundschule mit ihren Standorten Griethausen und Spyckstraße sowie der VfL Merkur Kleve, die Budosportgemeinschaft Kleverland und der Kanu-Club Kleverland. Zwischen Ende der Osterferien und Beginn der Sommerferien konnten die Kinder des Offenen Ganztags jeden Freitagnachmittag an einer Übungsstunde in den genannten Sportarten teilnehmen. "Wir beschäftigen uns sehr mit den Möglichkeiten des ganztägigen Lernens. Mit dem Sportangebot in Vereinen öffnet sich die Schule nach außen", erläutert Klaus Willwacher vom Bildungsbüro des Kreises Kleve, Initiator des Projektes. Der Offene Ganztag verfolge das Ziel einer "umfassenden Bildung", nicht nur, die Kinder zu "verwahren", so Willwacher weiter. Alexandra Ziegler, Rektorin der Montessori Schule, begrüßt das Projekt. "Die Sportarten in den Vereinen vor Ort kennenzulernen ist eine gute Sache. Die Übungsleiter sprechen die Sprache der Kinder", sagt sie. Lutz Stermann, Vorsitzender des Kreissportbundes, erklärt, man habe bewusst Randsportarten gewählt, denn Fußball zum Beispiel sei ja schon flächendeckend vertreten. Einmal in einem Kanadier zu paddeln ist eben nicht so einfach möglich, deshalb habe man die Vereine "ins Boot" geholt.

"Es hat viel Spaß gemacht", sagt Michael Wilms vom VfL Merkur, wo die Teilnehmer Tennis und American Football ausprobieren durften. "Von den Eltern kam sehr positive Resonanz", berichtet Cynthia Schmidt, die an der Montessori-Schule den Offenen Ganztag koordiniert. Viele hätten sich persönlich für das Sport-Angebot bedankt und sich auch mit Fahrdiensten eingebracht. "Wir möchten möglichst viele junge Menschen erreichen und für den Sport begeistern. Unser Ziel ist ein flächendeckendes Angebot im Kreis", sagt Lutz Stermann. An den Gesichtern der Kinder, die mit Detlef Hohl vom Kanu-Club Kleverland zum ersten Mal eine Paddeltour gemacht haben, sah man an, dass es wohl Spaß gemacht hat. Klaus Willwacher drückt es so aus: "Das Anfüttern ist gelungen."

Quelle: RP
 
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