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Kommentar: Unsere Woche
Umdenken in der City

Kleve. Die City muss umdenken, will sie konkurrenz- und vor allem zukunftsfähig bleiben. Sie muss mehr bieten, als Einkaufsmöglichkeiten in Geschäften - das kann das Internet in viel größerer Auswahl besser. Das Einkaufen muss zum vielzitierten "Erlebnis" werden. Dafür müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, müssen Händler, Hauseigentümer, Stadtplaner und Citymanagement vernetzt an einem Strang ziehen. Zum Erlebnis zählen auch weiche Angebote - sehenswerte Geschäftshäuser wie in den Großstädten, die zum Magneten werden können (dass das funktioniert, zeigen die Bauten von Alltours-Gründer Willi Verhuven in der Kreisstadt Kleve), Denkmäler oder Museen, nicht zuletzt das Café. Das ist die Quintessenz eines spannenden Symposiums über die Verödung der Innenstädte, das hochkarätig besetzt in der Hochschule Rhein-Waal über die Bühne ging. Von Matthias.grass@rheinische-Post.de

Das Symposium zeigte aber auch die Kehrseite auf: Während die so genannten 1-A-Lagen Bestand haben, wenn sie in ansprechender Umgebung mit dem richtigen Geschäftsmix in die Stadt locken, fallen die "Nebenstraßen", die so genannten 1-B-Lagen, hintenüber. Es wäre fatal, diese Lagen, diese Leerstände liegen zu lassen, wenn sie sich nicht mehr aufwerten lassen. Hier müssen Stadtplaner und Politik den Mut haben, solche Leerstands-Lagen zurückzubauen, einzugestehen, dass sie eben keine Geschäftslagen mehr sind.

Der Stadt als Ganzes wird es bekommen.

Quelle: RP
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