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Korschenbroich
850 Jahre: Doppeldorf ist älter als Berlin

Korschenbroich: 850 Jahre: Doppeldorf ist älter als Berlin
Sie tüfteln fleißig an der Dorfchronik, die vorrangig Themen aus der jüngeren Vergangenheit aufgreifen wird (v.l.): Kurt Marczuk, Friedhelm Hinz, Uli Schmitz, Tim Wiedenfeld, Theo Esser und Willi Keßel. FOTO: Jorg Knappe
Korschenbroich. Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft in Steinforth-Rubbelrath plant einen großen Festakt zum Jubiläum. Der soll mit dem Schützenfest im Mai nächsten Jahres verbunden werden. Geplant ist auch eine Chronik zur Dorfgeschichte. Von Christian Kandzorra

Im Doppeldorf gibt es nächstes Jahr einen guten Grund zum Feiern: Steinforth-Rubbelrath wird 850 Jahre alt. "Der Ort wurde im Jahre 1166 erstmals urkundlich erwähnt. Und das ist das Datum, das zählt. Damit sind wir übrigens offiziell älter als die Bundeshauptstadt", sagt Schützen-Präsident Willi Keßel. Die St.-Sebastianus-Bruderschaft will anlässlich des Dorfjubiläums vor dem Schützenfest im Mai einen großen Geburtstags-Festakt veranstalten und das Jubiläum gemeinsam mit einigen umliegenden Orten feiern. "Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren", erzählt Willi Keßel.

Die Feier soll an dem Mittwoch vor Fronleichnam, also am 25. Mai, im Festzelt stattfinden. "Spätestens dann wollen wir auch unsere Dorfchronik veröffentlichen", betont Brudermeister Torsten Erkes, der gemeinsam mit Willi Keßel und einigen anderen Heimatfreunden die Geschichte von Steinforth-Rubbelrath erforscht. Bis zu 200 Seiten soll die Chronik stark sein, in erster Linie wird sie die jüngere Geschichte behandeln, an die sich viele der rund 680 Einwohner noch erinnern können. "Aber wir gehen in einem Kapitel auch mit einem Archäologen zurück bis an die Ursprünge unserer Heimat", verrät Erkes.

Die Chroniken sollen zum Selbstkostenpreis verkauft werden. "Wir haben für das Buch mit Zeitzeugen und ,echten Originalen' aus beiden Dörfern gesprochen. Außerdem werden zum Beispiel die Bruderschaft, der Turnverein und der Kirchenchor thematisiert", sagt der Brudermeister, der sich genau wie Willi Keßel sehr auf das Jubiläum freut. "Eingeladen sind alle umliegenden Dörfer aus dem ,Dycker Ländchen' und alle aus dem Stadtgebiet Korschenbroich", zählt der Schützen-Präsident auf.

Was er an seinem Heimatdorf Steinforth so schätzt? "Ich liebe meine Heimat, weil hier der Zusammenhalt zählt. Außerdem ist die Gegend schön." Willi Keßel hat sein ganzes Leben in dem Dorf verbracht. "Geboren wurde ich damals im Glehner Krankenhaus", berichtet der 59-Jährige, der als Präsident derzeit 192 Schützen vertritt und jetzt langsam auf den Planungs-Endspurt für den Festakt im Mai zusteuert. "Die Schirmherrschaft wird das Sparkassen-Vorstandsmitglied Dietmar Mittelstädt tragen. Zum Festakt laden wir auch Vertreter aus der Politik ein."

Ein Höhepunkt des Jubiläumsfestes dürfte der XXL-Umzug am darauffolgenden Schützenfest-Sonntag sein. "Wir planen einen Umzug, der deutlich größer ist als sonst. Mitmarschieren sollen auch Schützen aus den Nachbarorten", erklärt der Sebastianer, dessen Bruderschaft in diesem Jahr übrigens ihr 65-jähriges Bestehen feiern konnte. Dieser besondere Geburtstag wird sicherlich auch ein Thema in der Dorfchronik sein, die insbesondere von historischen Fotos leben soll. "Wir hoffen, dass sie vielleicht schon im März fertig wird. Die Vorbereitungen schreiten gut voran", betont Willi Keßel.

Quelle: NGZ
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