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Korschenbroich
88 Autos für den Katastrophenschutz

Korschenbroich: 88 Autos für den Katastrophenschutz
Insgesamt 88 Fahrzeuge wurden bei B & T Solutions in Glehn an mehrere Hilfsorganisationen aus Nordrhein-Westfalen übergeben. FOTO: L. Berns
Korschenbroich. Der Glehner Sonderfahrzeugbauer B & T Solutions, vormals Baumeister & Trabandt, lieferte einen Großauftrag aus. Von Rudolf Barnholt

Glehn war am Samstag eine Anlaufstelle für viele große Hilfsorganisationen: Vertreter des Arbeiter-Samariter-Bundes, des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter und der Malteser aus ganz Nordrhein-Westfalen holten insgesamt 88 neue Fahrzeuge bei der Firma B & T Solutions, vormals Baumeister & Trabandt, ab. Es handelt sich um Betreuungsfahrzeuge für den Katastrophenschutz auf Basis des Transporters Mercedes Vito, mit denen Personal und Geräte transportiert werden. Auftraggeberin ist die Bezirksregierung Düsseldorf.

"Wie geil ist der denn?": Beim Betreten der Halle erwachte in so manchem Mann das Kind. "First Responder" stand auf dem imposanten Volvo-Geländewagen, auf der anderen Seite blinkte alles, was blinken kann an einem Ford Mondeo für die "Military Police". Die Fahrzeuge ließen die Herzen der Technik-Freaks höher schlagen. Der Ablauf der Fahrzeugübergabe war generalstabsmäßig geplant worden. Vertreter von Mercedes erklärten den Umgang mit der Fahrzeugtechnik. Peter Kowalewski, bei B & T Solutions Vorarbeiter Fahrzeugbau Elektrik, erläuterte die von der Glehner Firma eingebaute Technik wie die Durchsageanlage. Hans-Georg Schneider von der Bezirksregierung bat, die Sondersignalanlagen nicht in Glehn auszuprobieren: "Sie können damit zu Hause Ihre Nachbarschaft ärgern." Thomas Fecker von den Maltesern war von der Diözesangeschäftsstelle Münster angereist, um mit Kollegen vier Fahrzeuge abzuholen: "Da hat schon ein Techniksprung stattgefunden, ich habe einen sehr guten ersten Eindruck", erklärte Fecker. Er und die anderen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen wurden vom DRK Korschenbroich mit Brötchen und Würstchen versorgt. Die Betreuungskombis sind für den Katastrophenschutz vorgesehen.

Eine Katastrophe hatte auch den Mitarbeitern von Baumeister & Trabandt gedroht, als das Unternehmen Ende 2015 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragte, Ziel war die Fortführung des Geschäfts. "Die Auftragslage war schlecht, hinzu kamen Probleme mit unserer Hausbank", erklärte René Baumeister (36) "Diese Zeit möchte ich nicht noch einmal durchmachen." Aus dem früheren Geschäftsführer ist jetzt ein Angestellter im Vertrieb geworden. Er sieht das Unternehmen im Aufwind: "Ich glaube, es geht in die richtige Richtung."

Die Auftragslage sei gut, es seien keine Kunden abgesprungen, sondern eher dazugekommen. Christian Kerner (28) von der Firma Mosoolf, die Baumeister & Trabandt übernommen hat, bestätigt diese Einschätzung: "Wir sind gerade wieder dabei, neue Leute einzustellen." An der Wankelstraße in Glehn verstehe man enorm viel vom Digitalfunk und von der individuellen Ausstattung von Einsatzfahrzeugen. "Baumeister & Trabandt war die perfekte Ergänzung für uns", sagte Kerner. Obwohl am Samstag 88 Fahrzeuge abgeholt wurden, stehen immer noch viele Fahrzeuge dicht gedrängt auf dem Firmengelände

Quelle: NGZ
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