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Korschenbroich
Areal ums Seniorenzentrum wird bebaut

Korschenbroich. Die aktuellen Pläne für das Kleinenbroicher Holzkamp-Gebiet sehen 70 Häuser vor. Auf dem 5,9 Hektar großen Areal soll auch das neue Gerätehaus für die Feuerwehr errichtet werden. Die Pläne finden aber längst nicht nur Befürworter. Von Ruth Wiedner-Runo

Die Beschreibung reicht von "aufgelockerter Wohnbebauung" über "großzügige Struktur" bis hin zu "viel Grün mit Aufenthaltsqualität". Chef-Stadtplaner Dieter Hoffmans und seine Stellvertreterin Kerstin Wild sind überzeugt von dem Neubaugebiet, das sich künftig rund um die Diakonie-Einrichtungen Haus Tabita und Haus Timon legen soll. Den Fehler - die viel zu klein parzellierten Grundstücke und den Häuser-Einheitslook im gegenüberliegenden Wohngebiet jenseits der Kreissstraße - will niemand in der Bauverwaltung wiederholen.

Der Entwurf zum Bebaungsplan Nr. 20/42 "Westlich Dietrich-Bonhoeffer-Straße" liegt noch bis Montag im Technischen Rathaus aus. Wer Anregungen und Einwände hat, kann die noch bis einschließlich 25. Juli formulieren. Dass die Stadt noch mit Eingaben einiger Kritiker rechnen muss, das wurde anlässlich eines Bürger-Info-Abends im Lindenhof deutlich. Gerd Sack, der als ausgewiesener Verkehrsexperte gilt, hat "große Bedenken", was die Verkehrsführung angeht. Sie soll ausschließlich über eine Zufahrt am Kreisel in Höhe des Seniorenzentrums abgewickelt werden.

Dieter Hoffmans konnte Sacks Sorgen auch nicht mit dem Hinweis entkräften: "Wir befinden uns aktuell erst im Bebauungsplanverfahren, da wird noch nicht über Verkehrserschließungen beraten. Die Diskussion folgt später im Bauausschuss."

Wichtig war den mehr als 60 Interessierten die Form der Vermarktung. "Alles wird über die WEK beziehungsweise über die Stadt abgewickelt", betonte Kerstin Wild die vorgesehene Einzelvermarktung. "Es wird hier keinen Einheitsbrei geben", versicherte auch Hoffmans: "Wir wollen mit einer lockeren und variablen Bebauung einen Gegenpol zum gegenüberliegenden Wohngebiet setzen."

Entlang der Kreisstraße ist eine sogenannte Riegelbebauung vorgesehen. Die Geschosswohnungen werden als sozialer Wohnungsbau ausgewiesen. Wie hoch der Anteil von frei finanzierten und öffentlich geförderten Wohnungen sein wird, ist noch nicht entschieden. "Die Untersuchungen laufen noch, dazu liegen uns noch keine Erkenntnisse vor", erklärte Hoffmans den Anwesenden.

Eine Fläche von rund 1,5 Hektar - zwischen Hauptschule, Baumarkt und Kindertagesstätte - hat die Stadt für die Freiwillige Feuerwehr reserviert. Ob mit dem Bau des Gerätehauses schon 2018 begonnen werden kann, ließ Bürgermeister Marc Venten auf Nachfrage offen: "Wir haben zunächst Planungskosten im Haushalt 2017 vorgesehen."

Mit der Diakonie gibt es bereits einen Bauherren. Der Wohlfahrtsverband will auf 1800 Quadratmetern vis a vis von Haus Tabita eine Tagespflege und Betreutes Wohnen etablieren. Die Diakonie plant etwa 20 Wohnungen und investiert laut Diakonie-Vorstand Bernd Gellrich vier Millionen Euro. Das Gebäude ist dreigeschossig plus Staffeldach. Es soll zu den optischen Akzenten auch eine Lärmschutzfunktion zur Kreisstraße übernehmen.

Quelle: NGZ
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