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Korschenbroich
Der Organist für die Region

Korschenbroich: Der Organist für die Region
Könner an der Orgel: Martin Sonnen wird morgen auch die Internationalen Orgelwochen in St. Andreas beschließen. FOTO: Detlef Ilgner
Korschenbroich. Martin Sonnen ist seit Beginn des Jahres Regionalkantor für Mönchengladbach, Korschenbroich und Jüchen. Von Angela Wilms-Adrians

Die musikalische Gestaltung der Gottesdienste hat Martin Sonnen etwas reduziert. Das ist die einzige Einschränkung für seine Heimatpfarre St. Andreas und die Gemeinschaft der Gemeinden Korschenbroich, seitdem sich sein Aufgabenbereich erheblich vergrößert hat. Seit Anfang des Jahres ist der Organist Regionalkantor für die Städte und Gemeinden Mönchengladbach, Korschenbroich und Jüchen. Weiterhin ist er künstlerischer Leiter der Chor- und Orgelkonzerte an St. Andreas, kirchenmusikalische Schwerpunktkirche des Bistums, und Vorsitzender der Jury beim Internationalen Orgelwettbewerb.

Zu den neuen Aufgaben zählen Förderung und Unterstützung der Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Kirchenmusiker, Erfassung kirchenmusikalischer Aktivitäten der Region, Leitung von Arbeitskreisen sowie Fortbildungen, Beratung und Mitwirkung bei Stellenbesetzungen. Schließlich ist Sonnen Dozent im Rahmen der C-Ausbildung für Kirchenmusiker, die unter anderem vom Bistum angeboten wird. In der individuellen Gestaltung der C-Ausbildung erkennt der Organist auch für Frauen in der Familienphase ideale Möglichkeiten, sich neue Berufsfelder zu erschließen.

Eine Herzensangelegenheit bedeutet ihm, die bisherige Chor- und Ensemblearbeit regional auszubauen. Als Voraussetzung für das A-capella-Ensemble nennt er die Erarbeitung von Notentexten im Selbststudium. "So ist die Möglichkeit gegeben, A-capella-Musik von Renaissance über Bachmotetten bis moderner Musik auf höchstem Niveau anzubieten", sagt der Kirchenmusiker. Für den Kirchenchor plant er Haydns Paukenmesse zu Weihnachten und für kommendes Jahr Händels "Messias". Um auch neue Sänger aus der Region einzubinden, bietet Sonnen einen Chor-Tag im Pfarrheim von St. Andreas (22. April, 15 bis 18 Uhr) an.

In Planung ist die Realisierung seines Traums von einem Benefizkonzert im Mönchengladbacher Münster mit allen haupt- und ehrenamtlichen Kirchenmusikern. "So könnten über die Musik persönliche Kontakte vertieft werden", betont Sonnen. Morgen, 17 Uhr, beschließt er die Internationalen Orgelwochen an St. Andreas mit einer Live-Improvisation über den Stummfilmklassiker "La Passion de Jeanne d´Arc". "Das ist für mich ein sehr spannendes Projekt", sagt Sonnen zum Konzert.

Bereits als Kind war er fasziniert, wie ein Organist Hände und Füße "gewinnbringend" einbringt. Als Achtjähriger begann Sonnen mit dem Klavierunterricht, doch erst mit 21 Jahren erhielt er beim Dormagener Organisten Bert Schmitz "konstruktiven" Orgelunterricht. Zuvor aber hatte er bereits einen Schlüssel zur Kirche, um die Orgel spielen zu können. Vor dem Studium der katholischen Kirchenmusik mit Abschluss des A-Examens und Aufbaustudiengängen ließ sich Sonnen zum Fachinformatiker ausbilden. Das war ein kleiner Schlenker, ehe er sich beruflich ausschließlich der Musik widmete. Die Leidenschaft ist geblieben.

Quelle: NGZ
 
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