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Korschenbroich
Stadt richtet 14 Arbeitsplätze in alter Post ein

Korschenbroich. Die Zentralisierung der Verwaltung geht in die nächste Runde: Zum Jahresende zieht die Post als Mieterin aus und schafft im Rathaus Platz für das Sozialamt. Das Konzept stellte Marc Venten jetzt vor. Von Ruth Wiedner

Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge hat sich in den zurückliegenden sechs Monaten in Korschenbroich mehr als verdoppelt. Von 333 schnellte die Zahl auf mittlerweile 729 in die Höhe. Um als zuständige Stadtverwaltung der neuen Herausforderung gerecht zu werden, wurde das Team im städtischen Sozialamt bereits verstärkt. Auf die räumliche Enge ohne wirkliche Wartezonen im Bürgermeisteramt Regentenstraße 1 will die Verwaltungsspitze langfristig mit einem Umzug des Sozialamtes in den ehemaligen Zustellstützpunkt im Rathaus (wir berichteten) reagieren. Gestern Abend stellten Bürgermeister Marc Venten und die Beigeordneten Georg Onkelbach und Thomas Dückers das neue Konzept im Hauptausschuss vor.

Der aktuelle Anlass macht aus Sicht Ventens einen weiteren Schritt in Richtung Zentralisierung möglich. "Die Zahl der Verwaltungsstandorte konnten wir zwischenzeitlich von acht auf drei reduzieren", erinnerte der Bürgermeister an die Umsetzung. Jetzt sieht er aufgrund des Bedarfs die Chance, Teil 2 der Verwaltungszentralisierung anzupacken. Der Mietvertrag mit der Deutschen Post AG wurde entsprechend zum 31. Dezember gekündigt. Damit verfügt die Stadt im Rathaus Sebastianusstraße 1 ab 2017 über weitere 280 Quadratmeter.

"Wir können jetzt mit der Planung beginnen", sagte Georg Onkelbach. Für die freiwerdenden, ebenerdigen Räumen sind zunächst 14 Arbeitsplätze angedacht. "Wir verfügen dann über eine ausreichend große Wartezone, haben einen barrierefreien Zugang und können zudem eine zentrale Organisationseinheit zur Aufnahme, Unterbringung, Betreuung und Leistungsgewährung für Flüchtlinge schaffen", skizzierte Marc Venten die Konzeptidee. Dass sich die Deutsche Post aus Platzgründen auch nach einem neuen Mietobjekt umsieht, ließ Venten dabei nicht unerwähnt. Eine Vertragskündigung von Seiten der Post AG für 2018 sei realistisch gewesen.

Der Bürgermeister warb für die bereits vorbereitete Lösungsalternative. Die Stadt habe nicht nur Zeit, sondern auch zusätzlichen Aufwand gespart. "Wir benötigen für den Übergang keine teueren Bürocontainer, die wir sonst auf dem Katharina-Platz aufgestellt hätten." Die Kosten gab er mit 22.000 Euro an, im Gegenzug entfällt eine Jahresmiete der Post von 42.000 Euro.

Der Umzug ist für Spätsommer 2017 geplant. "Damit wird sich auch das Parkplatzproblem rund um das Verwaltungsgebäude entzerren", ist sich Venten sicher. Zu den Umbaukosten gab's noch keine Details. "Das ist noch zu früh", sagte Onkelbach, der den damaligen Bürgerbüro-Umbau von 270.000 Euro als Orientierungsmarke nannte. Um ersten Spekulationen entgegenzuwirken, betonte Venten: "Das Bürgermeisteramt Regentenstraße wird nicht verkauft." Übrigens hat das Kreisjugendamt als Mieter schon weiteres Interesse angekündigt.

Quelle: NGZ
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