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Korschenbroich
Verkehrsaktion sensibilisiert die Autofahrer

Korschenbroich. Kindergarten-Kinder und Polizisten verteilen Ostereier und werben so für umsichtiges Fahren. Von Angela Wilms-Adrians

In leuchtenden Sicherheitswesten waren die Vorschulkinder der Kita "Am Hallenbad" gestern Morgen weithin sichtbar. Vermutlich hatte die vorbildliche Ausstattung Anteil an der erfreulich positiven Bilanz der Verkehrsaktion, die von der Korschenbroicher Polizei als Ostergruß umgesetzt wurde. Beinahe alle Autofahrer hielten die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern ein und konnten sich daher über einen freundlichen Smiley aus Kinderhand freuen. Die finster blickenden Emoticons in roter Signalfarbe blieben hingegen weitgehend unbenutzt. Ein buntes Osterei und einen netten Gruß gab's übrigens für alle - bei Bedarf eben nur in Verbindung mit einer Ermahnung.

"In dem Alter können Kinder sich ihrer Entwicklung entsprechend noch nicht wie Erwachsene im Verkehr bewegen. Sie können Geschwindigkeiten und Entfernungen nicht richtig einschätzen, lassen sich leicht ablenken und reagieren spontan", erklärte Verkehrssicherheitsberater Polizeioberkommissar Jürgen Kreuels den Hintergrund der Polizeiaktion. Sie soll helfen, den künftigen Schulweg der kleinen Akteure sicherer zu gestalten. "Hier ist der Polizeikindergarten", rief vor Beginn der aufgeweckte Julian stolz. Wie Zwillingsbruder Alexander fand er die Aktion "spannend und cool". Beide entwickelten sich rasch zu sicher auftretenden Beratungsprofis, die die Übergabe von Smiley, Gruß und Osterei treffend kommentierten. Maja und Amelie fanden die Gespräche mit den Autofahrern "schön und aufregend", so auch Nina und Anna, die Hand in Hand ihren ersten Einsatz wagten.

Zwischendurch gab's immer auch ein wenig Verkehrserziehung. So traten die Kinder nach ihrer Arbeit jedes Mal wieder zurück auf die hinteren Gehsteigplatten, um auch vor großen Seitenspiegeln geschützt zu sein. "Es ist gut, dass wir vorher den Schulweg mit Herrn Kreuels und den Eltern gemeinsam geübt haben, und es wirkt einfach stärker nach, wenn ein Polizist den Kindern sagt, was beachtet werden muss", stellte Kita-Leiterin Karin Goldammer-Manolakis dankbar fest. Eine Nachbarin des Kindergartens, die sich als Autofahrerin über ein Lob freuen konnte, richtete ihrerseits ein Anliegen an die Kinder. Sie sollten die Mamas und Papas bitten, den Parkplatz gegenüber des Kindergartens zu benutzen, damit der Straßenrand nicht zugeparkt wird. Auch das wäre ein Beitrag für mehr Sicherheit.

Quelle: NGZ
 
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