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Korschenbroich
Zu Gast im "Haus der kleinen Forscher"

Korschenbroich: Zu Gast im "Haus der kleinen Forscher"
Moritz (v.l.), Bürgermeister Marc Venten, Enya, Petra Bertelsmeier, Mia, Emilia und Kindergartenleiterin Manuela Scheffler bei einem naturwissenschaftlichen Experiment in der Glehner Kita. FOTO: Lothar Berns
Korschenbroich. Der Kindergarten Schulstraße wurde als einzige Einrichtung in der Stadt mit dem Zertifikat der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" bedacht. Alle 66 Kinder experimentieren regelmäßig. Das Interesse an Naturwissenschaften ist groß. Von Christian Kandzorra

Kinder sind neugierig und entdecken gerne ihre Umgebung. Die städtische Kita an der Schulstraße nutzt die Wissbegier der Jungen und Mädchen, um sie auch für naturwissenschaftliche Themen zu begeistern. Zum dritten Mal infolge wurde die Einrichtung aus diesem Grund jetzt von der gemeinnützigen Stiftung "Haus der kleinen Forscher" mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Dieses Zertifikat erhält die Glehner Kita als einzige im Stadtgebiet. "Das macht uns stolz", sagt Einrichtungsleiterin Manuela Scheffler. Alle 66 Kita-Kinder experimentierten regelmäßig und nutzten die eigens eingerichtete Forscher-Ecke, die das Team mit Lupen, Waagen, Zeituhren, Magneten und anderen Utensilien ausgestattet hat.

Bürgermeister Marc Venten beglückwünschte die Kita gestern zum erneuten Erhalt des Zertifikats und betonte, es sei sehr wichtig, Kinder schon früh auch an naturwissenschaftliche Themen heranzuführen. Die Kita baut das Forschen gezielt mit in den Alltag ein. Die Erzieherinnen Saskia Kamp und Melanie Grabowski nehmen dafür an speziellen Fortbildungen teil und gehen mit den Kindern auf Entdeckungs-Tour. "Wir prüfen das Engagement der Kita auf Herz und Nieren", sagt Petra Bertelsmeier von der Stiftung "Haus der kleinen Forscher". Das bundesweit aktive Netzwerk hat sich Einrichtungs- und Projektkonzepte schicken lassen und diese ausführlich geprüft. "Bedingung für die Qualifizierung ist, dass in der Kita mindestens ein größeres Forschungsprojekt stattgefunden haben muss und dass die Kleinen regelmäßig die Möglichkeit haben, Neues etwa in einem kindgerechten Forschungslabor herauszufinden", erklärt Bertelsmeier.

In der Glehner Kita hat es in den vergangenen Wochen zum Beispiel ein Baum-Projekt gegeben. "Wir haben uns gezielt mit dem Thema Wald und Bäume auseinandergesetzt und im Garten eine Birke gepflanzt", berichtet die Kita-Leiterin. Dafür sei die Birke aus einem Samen heraus gezüchtet und gepflegt worden. "Außerdem waren wir mit Förster Klaus Kallen im Wald unterwegs." Natürlich konnten sich Bürgermeister und Stiftungs-Vertreter gestern einen Eindruck verschaffen von dem, wase die Kleinen mit dem Kita-Team genauer erforschen. Saskia Kamp präsentierte mit einigen anderen Kindern unter anderem einen Unterdruck-Versuch, bei dem drei brennende Teelichter auf einen mit Wasser gedeckten Teller gestellt und mit einer Schüssel bedeckt wurden. "Die Luft unter der Schüssel wird schnell verbraucht und das Wasser eingezogen. Dadurch steigen die Teelichter nach oben, und das Wasser beginnt zu zittern", erklärte die Erzieherin. Sie berichtet: "Die Kinder sind so wissbegierig, dass sie sich fast streiten, wer bei den Experimenten als erstes mithelfen darf."

Quelle: NGZ
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