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Historie
Die Burg Cracau wurde vor 340 Jahren geschleift

Krefeld. Die Burg Cracau, die dem amtlich so genannten Stadtteil seinen Namen gab, stand vom Anfang des 15. bis 1677 im Block, der heute von der Cracauer-, der Von-Beckerath-, der Bogenstraße und der Straße Am Hohen Haus begrenzt wird. Die um 1400 von den Moerser Grafen errichtete Burg wurde 1406 - andere Quellen nennen 1417 - erstmals erwähnt. Zunächst als Schutz für das 1373 zur Stadt erhobene Krefeld errichtet, wurde sie nach mehrfachen Besitzerwechseln von den Krefeldern gefürchtet, weil sie immer wieder von Soldatenbanden terrorisiert wurden, denen die Burg als Unterschlupf diente. 1677 ließ der letzte Oranier, Wilhelm III. von England, die Burg wegen der Unterhaltungskosten und der verlorenen militärischen Bedeutung schleifen.

Im 18. Jahrhundert, so berichtet die Bürgergemeinschaft Bismarckplatz auf ihrer Homepage, wurde Krakau als preußische Domäne vergeben. 1775 erwarb sie die Krefelder Familie von Beckerath. Sie errichtete aus Cracaus Steinen um 1780 das heute noch in Teilen erhaltene Hohe Haus und ein Rokoko-Schlösschen "Cracauen", das 1943 durch Bomben zerstört wurde. Zuvor war das Gelände unter anderem als Färberei und Essigfabrik, für Fischteiche und Obstgärten genutzt worden.

Der Name Cracau könnte nach dem Wörterbuch "Krieewelsch van A bes Z" von Willy Hermes auf die Krefelder (Krähenfelder) Mundart zurückgehen, in der ein Krähenkäfig als "Krahkau" bezeichnet wurde.

(lez)
 
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