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Krefeld
Flüchtlingsheim Westparkstraße überbelegt

Krefeld. Das Heim ist auf 250 Personen ausgelegt - schon jetzt sind dort 60 Menschen mehr untergebracht.

Das Flüchtlingsheim an der Westparkstraße ist stark überbelegt. Es sei für rund 250 Personen ausgelegt, musste aber bereits darüber hinaus weitere 60 Menschen mehr aufnehmen. Aus dieser Not heraus wurden Aufenthaltsräume zu Schlafsälen mit mehreren Etagenbetten umgerüstet. Dies teilte Sozialamtsleiter Wolfram Gottschalk anlässlich eines Besuchs der Kommunalpolitischen Vereinigung in dem Heim mit. Gleichwohl befänden sich Gemeinschaftsräume wie Küchen, Nasszellen, Waschküchen in einem akzeptablen Zustand. Der Vorstand der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) Krefeld - eine Organisation der CDU - hatte unter Leitung des KPV-Kreisvorsitzenden Manfred Läckes die Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Altenheim an der Westparkstraße besucht. Gottschalk erläuterte am Beispiel dieses Objekts die Problematik der Unterbringung von Flüchtlingen, die aus 25 Nationen stammten. Von den Flüchtlingen werden nach einem festgelegten Schlüssel rund 21 Prozent nach Nordrhein-Westfalen und davon 1,2 Prozent nach Krefeld verteilt. Bisher sind in Krefeld gut 2.500 Flüchtlinge, darunter rund 900 Kinder, angekommen. Die Zahl der Flüchtlinge lasse sich nicht kalkulieren, betonte Gottschalk. So liege der Schnitt seit Wochen bei 20 Personen, die in Krefeld täglich untergebracht werden müssten; an manchen Tagen kämen mehr als 40 Personen.

Die meisten Zimmer verfügten über ein eigenes WC und Waschbecken. Die Unterkunft werde von je zwei Unterkunftsbetreuern geführt, die im Rahmen von Wechselschichten rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche für die Bewohner zur Verfügung stehen. Laut ihren Aussagen haben sich bisher kaum Auffälligkeiten ergeben; es sei ein ruhiges Miteinander zu erkennen. Allerdings gebe es durchaus Beschwerden aus der Nachbarschaft, die sich durch die Flüchtlinge in ihrer Ruhe gestört fühlten. Bei der Gelegenheit wurde auch die Verteilung der Flüchtling auf die Stadtteile erläutert. Demnach kommen auf den Stadtbezirk West 8,41 Flüchtlinge auf 1000 Einwohner (absolut: 308 bei 36.604). Die weiteren Zahlen: Bezirk Nord 1,45 (27 auf 18.670); Hüls 0,89 (15 auf 16.834); Mitte18,45 (776 auf 42.053); Süd 14,89 (247 auf 16.587); Fischeln 17,04 (453 auf 26.581); Oppum/ Linn 12,2 (256 auf 20.988); Ost 0,03 (1 auf 37.517) sowie Uerdingen 11,4 (212 auf 18.595).

Die Stadtverwaltung Krefeld versuche, die Asylsuchenden möglichst auf alle Stadtteile zu verteilen, jedoch gebe es das Problem, dass zu wenig Wohnraum zur Verfügung stehe, erläuterte Gottschalk.

(vo)
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