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Krefeld
Krefelds Wirtschaft ist im Ausland besonders erfolgreich

Krefeld. Das Außenhandelsbarometer der IHK Mittlerer Niederrhein zeigt: Krefeld hat eine Außenhandelsquote von 60,5 Prozent Von Norbert Stirken

Die Krefelder Wirtschaft ist sehr international aufgestellt. Die hohe Exportkraft im Bezirk der Industrie- und Handleskammer Mittlerer Niederrhein ist im Wesentlichen auf das außenhandelsstarke Krefeld und Neuss zurückzuführen. Die Exportquote von Krefeld bei den Industrieunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten liegt mit 60,5 Prozent deutlich höher als im gesamten Kammerbezirk mit 54,2 Prozent. Die Exportkraft von Krefeld (Auslandsumsatz der Unternehmen pro Beschäftigten) liegt ebenso deutlich höher. Auf einen Arbeitnehmer entfällt für die Seidenstadt ein durchschnittlicher Umsatz in Höhe von 272.500 Euro. Zum Vergleich: Im Kammerbezirk liege das Mittel (inklusive Krefeld und Neuss) bei 198.150 Euro je Beschäftigten, erklärte Gregor Werkle, zuständig für Standort- und Wirtschaftspolitik bei der IHK, auf Anfrage unserer Redaktion.

"Mit einem Auslandsumsatz von 198.150 Euro pro Beschäftigtem war die Exportkraft der Region erneut deutlich höher als in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland insgesamt", erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Auch der Anteil des Außenhandels am Gesamtumsatz der niederrheinischen Wirtschaft liegt mit einer Quote von mehr als 54 Prozent deutlich über der Quote Nordrhein-Westfalens (44 Prozent) beziehungsweise Deutschlands (48 Prozent).

Bevorzugtes Exportziel der Firmen ist die Euro-Zone. "Dies zeigt, dass der europäische Binnenmarkt mit seinen Freiheiten für die regionale Wirtschaft von großer Bedeutung ist", betont Steinmetz. "Gerade vor dem Hintergrund des Brexit ist es wichtig, die Errungenschaften der Europäischen Union deutlich zu machen und für die EU einzutreten." Daher hat sich die IHK vorgenommen, den Austausch zwischen Unternehmern und Vertretern der Europäischen Union noch intensiver als bisher zu fördern.

Neben den europäischen Märkten sind auch China und die USA wichtige Exportziele der niederrheinischen Wirtschaft. Eine Abschottung des US-amerikanischen Marktes könnte den Unternehmen daher durchaus schaden. Auf die weltweite Zunahme des Protektionismus scheinen die Firmen mit der Schaffung ausländischer Produktionskapazitäten zu reagieren. "Jedenfalls investieren die Unternehmen 2017 verstärkt im Ausland, um dort zu produzieren - sei es zur Kostenersparnis oder zur Markterschließung", erklärt Steinmetz.

Trotz aller Risiken bleiben die Außenhandelsunternehmen am Mittleren Niederrhein gelassen und blicken optimistisch in die Zukunft. Dabei konnte die Exportkraft der Region im vergangenen Jahr noch gesteigert werden. 2016 verdiente das verarbeitende Gewerbe erneut jeden zweiten Euro im Ausland. Für Unternehmer, die sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten, lädt die IHK zum Strategieforum Außenwirtschaft ein. "Weltwirtschaft im Wandel - Ist der deutsche Exporterfolg in Gefahr?" lautet der Titel der Veranstaltung am 25. Oktober (18 Uhr) in der Sparkasse Neuss. Prof. Clemens Fuest, Präsident des Münchener ifo Instituts, wird aktuelle weltwirtschaftliche Trends analysieren. Anschließend diskutiert der Top-Ökonom mit Vertretern von Unternehmen über die Auswirkungen sich ändernder Rahmenbedingungen für das internationale Geschäft. Ansprechpartner bei der IHK ist Stefan Enders per Mail unter enders@neuss.ihk.de.

Das "Außenwirtschaftsbarometer Mittlerer Niederrhein 2017 steht zum Download bereit unter: www.mittlerer-niederrhein.ihk.de/6497.

Quelle: RP
 
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