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Krefeld
Kritik an IC-Verbindung: "Nur Alibi-Funktion"

Krefeld. Die CDU kritisiert die aus ihrer Sicht nach wie vor mangelhafte Anbindung Krefelds wie des linken Niederrheins an den Schienenverkehr und die mangelhafte Berücksichtigung der Stadt bei dem Modernisierungsprogramm "MOF 3" der Bahn. So bestehe am Bahnhof Forsthaus erheblicher Erneuerungsbedarf, sagte der CDU-Ratsherr Manfred Läckes. "Sehr bedauerlich" sei auch, dass Krefeld nicht an den geplanten Rhein-Ruhr-Express (RRX) angebunden werde, moniert er weiter: "Damit führt eine wichtige Schienenverbindung, die die Region zwischen Köln/Bonn und Dortmund/Hamm verbinden soll, an Krefeld vorbei." Er beklagte auch, dass Krefeld keinen ICE-Halt habe und sprach dem IC-Halt "nur eine Alibifunktion" zu.

Eine Anbindung der Stadt Krefeld und des linken Niederrheins an den neuen RRX, der im Jahre 2018 in Betrieb gehen soll, wäre mehr als gerechtfertigt: "Da der linke Niederrhein bislang immer noch nicht über eine adäquate Anbindung an den Fernverkehr verfügt, können diese Standortnachteile nur durch hochwertige Zubringerverkehre zu den benachbarten Fernverkehrsnetzknoten kompensiert werden. Wie die Erfahrungen mit dem RE 7 sowie dem RE 10 zeigen, ist diese Voraussetzung nicht erfüllt. Da mit der Liniennetz-Konzeption, in deren Rahmen die Region Niederrhein nicht abgebildet ist, sondern vielmehr sämtliche Linien auf der jetzt schon hochbelasteten Achse Duisburg-Düsseldorf verkehren sollen, ist Handlungsbedarf gegeben." Das nach Läckes' Meinung für NRW bedeutendste Infrastrukturprojekt im Schienenverkehr sieht vor, die Metropolregion mit sechs Linien des RRX zu vernetzen.

(vo)
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