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Krefeld
Lanxess stärkt Standort Krefeld mit Neubau für neun Millionen Euro

Krefeld: Lanxess stärkt Standort Krefeld mit Neubau für neun Millionen Euro
Der Spezialchemie-Konzern Lanxess AG erweitert seinen Zinkoxid-Betrieb im Uerdinger Chempark um eine neue, dritte Produktionsstraße. Sie soll im Herbst 2018 fertiggestellt sein. FOTO: LAG
Krefeld. Im Geschäftsbereich Rhein Chemie arbeiten weltweit rund 1000 Mitarbeiter. Er bedient mit seinen vielfältigen Produkten Kunden in 120 Ländern. Im Krefelder Zinkoxid-Betrieb sind insgesamt 48 Mitarbeiter beschäftigt. Von Norbert Stirken

Die Lanxess AG investiert neun Millionen Euro in den Standort Uerdingen. "Das ist eines der größten Projekte weltweit, die wir derzeit umsetzen", sagte Philipp H. Junge gestern beim ersten Spatenstich für den Bau eines neuen Verwaltungstrakts und einer dritten Produktionsstraße zur Herstellung von Zinkoxid. Lange ist seit April dieses Jahres Leiter des Geschäftsbereichs Rhein Chemie im Chempark. Der Name existiert seit 125 Jahren als Dachmarke für die Kautschuk- und Farbmittelgeschäfte. Im Geschäftsbereich arbeiten derzeit weltweit rund 1000 Mitarbeiter. Er bedient mit mehr als 2000 Produkten international über 3000 Kunden in 120 Ländern. Im Krefelder Zinkoxid-Betrieb sind aktuell 48 Mitarbeiter beschäftigt - und das soll auch nach der Ausweitung der Produktion so bleiben.

Dafür soll ein hoher technischer Standard und ein hoher Grad an Automation sorgen. Nach der Fertigstellung soll der Ausstoß von rund 650 Tonnen pro Monat auf ungefähr 1000 Tonnen steigen. Das besondere Fertigungsverfahren sorge dafür, dass das in Krefeld produzierte Zinkoxid einen deutlich höheren Wirkungsrad erziele, als die Produkte der Konkurrenz, berichtete Karl Heinz Müller, Leiter der globalen Produktion Rhein Chemie. Zinkoxid werde in der Kautschukproduktion eingesetzt, um zum Beispiel Autoreifen witterungsbeständig, haltbar und elastisch zu machen. Ferner weise es antiseptische Eigenschaften auf und finde sich in Produkten der Pharmaindustrie wieder. Auch die Farben- und Lack-Produzenten benötigten es, um die Anstriche korrosions- und witterungsbeständig zu bekommen. "Gerade für die letzten beiden Anwendungen erwarten wir ein starkes Wachstum", berichtete Müller. Zinkoxid sei ein "Multi-Talent", ergänzte er. Für Krefeld überbrachte Bürgermeisterin Gisela Klaer Grüße und gab das Versprechen ab, dass "Krefeld Lanxess die bestmöglichen Bedingungen innerhalb der Stadtgrenzen" garantiere. Sie lobte das Einvernehmen mit den Verantwortlichen und die lange Tradition am Standort Uerdingen.

Das neue Betriebsgebäude mit Bürotrakt soll rund 300 Quadratmeter groß werden. Die Fertigstellung des Ausbaus ist für Herbst 2018 geplant. "Mit dem Ausbau der Zinkoxid- beziehungsweise Zinkcarbonat-Produktion investieren wir in die Zukunftsfähigkeit unseres weltweit zweitgrößten Standorts. Lanxes ist und bleibt ein Unternehmen mit starken Wurzeln in Krefeld und in ganz Nordrhein-Westfalen", sagte Rainier van Roessel, Vorstandsmitglied, während des offiziellen ersten Spatenstichs.

Die dritte Produktionsstraße werde die globale Position des Konzerns als Hersteller und Lieferant von Zinkoxid weiter stärken, ergänzte Junge. Sie liefere die Möglichkeit, den Bedarf langfristig zu decken und etwaige Engpässe in der Produktion zu vermeiden. Lanxess sei einer der wenigen Hersteller weltweit, die Zinkoxid über eine nasschemische Fällung produzieren. Diese Herstellungsweise biete deutliche Qualitätsvorteile, weil die Produkte eine große Oberfläche besitze und damit die Wirksamkeit steige, erklärte Junge.

Seit der Ausgliederung aus dem Bayer-Konzern im Jahr 2004 hat Lanxess im Chempark 450 Millionen Euro investiert, davon rund 200 Millionen Euro in den Geschäftsbereich Inorganic Pigments. Für dieses Jahr waren weitere Aufwendungen in Höhe von rund 60 Millionen Euro für den Standort Uerdingen mit den Schwerpunkten Technologieoptimierung, Energieeffizienz und Umweltschutz eingeplant.

Quelle: RP
 
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